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Nach Umsatzrückgang

Followfood will wieder wachsen

Trotz der negativen Entwicklung im zurückliegenden Geschäftsjahr blickt der Bio-Hersteller optimistisch in die Zukunft. 2022 soll der Umsatz deutlich steigen.

Der auf Nachverfolgbarkeit spezialisierte Bio-Hersteller Followfood musste 2021 einen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr hinnehmen. Das von Jürg Knoll und Harri Butsch gegründete Unternehmen erzielte einen Gesamtumsatz von 69 Millionen Euro, heißt es in einer Medienmitteilung. 2020 waren es noch 73 Millionen Euro gewesen.

Den Rückgang führt Followfood in erster Linie auf Investitionen aus eigener Tasche zurück. Etwa in Aktionen, um die Marke bekannter zu machen, sowie in Digitalisierungsmaßnahmen in Einkauf, Logistik und IT. Unter anderem arbeitet das Vertriebsteam des Bio-Herstellers seit Kurzem mit einer eigenen App, die dabei helfen soll, Kundenwünsche besser bedienen zu können. Den Tracking-Code, über den Verbraucherinnen und Verbraucher die Lieferkette eines Followfood-Produktes nachverfolgen können, erweiterte das Unternehmen um Informationen zu dessen ökologischen Fußabdruck. Im Juli 2021 war Followfood erstmals mit einer Kampagne im TV zu sehen.

Spitzenreiter im Bio-Fachhandel

Im Bio-Fachhandel konnte Followfood 2021 seine Spitzenposition in der Kategorie Fisch weiter ausbauen und wuchs laut Zahlen des Marktforschungsunternehmens Biovista von 46,7 auf 48 Prozent. Gut nachgefragt waren demnach auch Pizza und vegane Tiefkühlgerichte.

Über den Bodenretter-Fonds, in den pro verkauftes Produkt fünf Cent fließen, hat Followfood laut eigenen Angaben 200.000 Euro in die Entwicklung regenerativer ökologischer Landwirtschaft und weitere 300.000 in Klimaprojekte investiert. 2022 will Followfood die Zahlungen wiederholen.

Für 2022 erwartet Followfood ein Wachstum auf 80 Millionen Euro. Um das zu beschleunigen, übernahm das Unternehmen im Februar die Bio-Eismarke Kissyo. Zudem werde derzeit das Vertriebsteam stark ausgebaut, teilt Followfood mit. Im März wurde das Unternehmen Mehrheitseigentümer des nachhaltigen Seafood-Beratungs- und Handelsunternehmen Blueyou. Deren Know-How soll dem Bio-Hersteller zu noch transparenteren Lieferketten verhelfen.

Im Handel vertrieben werden sollen künftig über 90 Produkte von Followfood sowie der Demeter-zertifizierten Eismarke Kissyo. Auf der Biofach im Juli stellte Followfood erstmals Kartoffel-, Mehl und Getränkeprodukte vor, die laut Unternehmensangaben aus regenerativer Landwirtschaft stammen. (kam)

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