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Speiseöle

Schonend nach Öko-Standards produziert, sind native Speiseöle besonders wertvoll und erscheinen als Spezialitäten mit individuellem Charakter. Ein Sortiment also, mit dem der Fachhandel bei seinen Kunden punkten kann.

08.02.2018 vonGudrun Ambros

Schonend nach Öko-Standards produziert, sind native Speiseöle besonders wertvoll und erscheinen als Spezialitäten mit individuellem Charakter. Ein Sortiment also, mit dem der Fachhandel bei seinen Kunden punkten kann.

Rapsöl gilt wegen seiner ausgewogenen Fettsäuren-Zusammensetzung als besonders gesund. Die goldgelbe Flüssigkeit bringt ein eigenes nussiges Aroma mit sich und eignet sich auch zum Braten und Dünsten.

Olivenöl – goldfarben bis grünlich – ist ein Charakteröl. Kenner schätzen seine fruchtigen, aber auch bitteren oder erdigen Geschmacksnoten, sogar eine leichte Schärfe. Das Öl liefert reichlich ungesättigte Fettsäuren und eignet sich auch zum Braten und Dünsten.

Sonnenblumenöl schimmert leuchtend gelb und hinterlässt auf der Zunge einen saatig-nussigen Geschmack. Es gilt als besonders großzügiger Vitamin-E-Lieferant. Das native Öl eignet sich für die kalte Küche und zum Dünsten.

Sojaöl hat, wenn es kaltgepresst wurde, einen typischen arteigenen Geschmack. Es ist bekannt für seinen hohen Lecithingehalt und eignet sich für die kalte Küche sowie zum Dünsten. Natives Sojaöl sollte nicht erhitzt werden.

Distelöl schmeckt würzig-herb und nussig und ist goldgelb bis zart-rötlich. Sein hoher Anteil an essentieller Linolsäure macht es besonders wertvoll. Es passt zu kalten und warmen Speisen, sollte aber nicht zum Braten verwendet werden.

Walnussöl ist hellgelb bis bernsteingelb, schmeckt feinherb und nussig. Es verfeinert Salate und Gemüsegerichte, aber auch Süßspeisen: also für die kalte Küche, zum Backen und zum Würzen von Speisen kurz vor dem Anrichten.

5 Tipps zu Lagerung und Verkauf

  • Pflanzenöle liefern die fettlöslichen Vitamine E, D, K und A. Außerdem bergen sie einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, die sich positiv auf das Herz-Kreislaufsystem auswirken und die Blutfettwerte günstig beeinflussen sollen.
  • Hitze, Sauerstoff und Licht lassen Pflanzenöle schneller altern. Die Lagerungsempfehlung lautet daher dunkel und maximal bei Zimmertemperatur. Besonders empfindliche Sorten gehören, einmal geöffnet, zur Aufbewahrung in den Kühlschrank.
  • Native Bio-Öle werden durch schonende mechanische Pressung ohne äußere Wärmezufuhr gewonnen und anschließend meist nur noch gefiltert. Das bewahrt bestmöglich ihre wertvollen Inhaltsstoffe sowie Duft und Eigengeschmack.
  • Kaltgepresste Öle sind hitzeempfindlicher als die raffinierten konventionellen. Natives Oliven-, Raps- und Erdnussöl verträgt höhere Temperaturen und kann zum Braten oder Dünsten verwendet werden. Es gibt jedoch auch spezielle Bio-Bratöle.
  • Kaltgepresste, native Pflanzenöle können ausflocken, wenn sie im Kühlschrank lagern. Die Qualität mindert das jedoch nicht – spätestens nach ein bis zwei Tagen Aufenthalt bei Zimmertemperatur ist der Flascheninhalt wieder klar.

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