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Naturkosmetik im Test

Ökologische Handcremes sind unbedenklich

Das Magazin Ökotest untersuchte 16 Naturkosmetik-Handcremes. Fast alle davon bekamen das Urteil „sehr gut“. Bei den konventionellen gab es dagegen einige Rote Karten.

30.11.2021 vonLeo Frühschütz

Bei einer Naturkosmetik-Handcreme fand das Ökotest-Labor halogenorganische Verbindungen.

Das Magazin Ökotest untersuchte 16 Naturkosmetik-Handcremes. Fast alle davon bekamen das Urteil „sehr gut“. Bei den konventionellen gab es dagegen einige Rote Karten.

Winterzeit ist Handcreme-Zeit weiß Ökotest und schickte gleich 53 Tuben ins Labor. 16 davon trugen ein Naturkosmetik-Siegel und 15 von ihnen bekamen die Note „sehr gut“. Darunter waren Cremes von Alviana, Benecos, Cattier, Dr. Hauschka, Fair Squared, Lavera, Logona, Sante, Styx, Urtekram und Weleda. Auch die Drogeriemarkt-Eigenmarken waren ohne Tadel, nur Edekas Blütezeit-Handcreme fiel aus der Reihe. Das Labor wies halogenorganische Verbindungen nach – Note „befriedigend“. Auch viele konventionelle Cremes waren aus Sicht von Ökotest unbedenklich. Das Magazin zückte aber auch vier Gelbe und sieben Rote Karten. Auf der Mängelliste standen allergisierende Duftstoffe, aromatische Kohlenwasserstoffe (MOAH), Paraffine und bedenkliche Konservierungsstoffe.

Ökotest fragt die Hersteller inzwischen immer nach dem Anteil von Recyclingplastik in ihren Tuben. Bei den Handcremes konnten nur wenige konkrete Prozentzahlen nennen. Bei Naturkosmetik waren es zwei Drogeriemärkte und Benecos. „55 Prozent, kein Nachweis“ stand dort in der Tabelle, was Ökotest nicht ausreichte.

Urea im Test

Das Verbrauchermagazin testete auch Urea-Cremes. Naturkosmetik gab es dabei nicht, weil die Standards die feuchtigkeitsspendende Zutat Urea (Harnstoff) nicht erlauben. Mit im Test war die Lotion von Bioturm. Sie schnitt „sehr gut“ ab.

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