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Fair Trade

Gepa steigert Umsatz

Nach einem durchwachsenen Jahr 2020 hat die Fair Trade-Organisation ihren Umsatz im vergangenen Jahr wieder deutlicher ausgebaut.

Das Fair-Trade-Unternehmen Gepa hat coronabedingte Umsatzverluste aus dem Jahr 2020 unterm Strich weiter aufgeholt. Der Großhandelsumsatz belief sich 2021 auf 84,9 Millionen Euro, eine Steigerung von 4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Vor allem beim Absatz von Schokoladen-Produkten entwickelte sich das Unternehmen 2021 überdurchschnittlich. Rund 86,5 Prozent des Umsatzes mit Lebensmitteln wie Kaffee, Tee oder Schokolade erzielte die Gepa mit fairen Bio-Produkten, teilte das Unternehmen mit.

2020 konnte die Gepa ihren Großhandelsumsatz gerade mal um 0,5 Prozent auf 81,1 Millionen Euro steigern. Grund dafür waren neben einer mehrmonatigen Kurzarbeit für etwa die Hälfte der Belegschaft zweistellige Lockdown-bedingte Umsatzrückgänge in den Vertriebsbereichen Außer-Haus-Service und Weltläden/Aktionsgruppen.

Die Gepa sieht angesichts der aktuellen Krisen eine Verschärfung der bereits bestehenden ungerechten Bedingungen für die Produzenten-Organisationen im Globalen Süden. „Die Corona-Pandemie geht nahtlos in den erschütternden Krieg in der Ukraine über mit weitreichenden globalen Folgen und die Klimakrise verschärft sich weiter, obwohl sie im Alltag von den aktuellen Ereignissen weitestgehend verdrängt wird“, teilte das Unternehmen anlässlich seiner Jahrespresskonferenz mit.

Rekordumsatz mit Fairtrade-Produkten

Verbraucher in Deutschland haben 2021 deutlich mehr Geld für Fairtrade-Produkte ausgegeben als im Jahr davor. Wachstumstreiber waren Rosen, Kakao und Tee.

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Beim Ausblick ist die Gepa zurückhaltend: „Das aktuelle Wirtschaftsjahr ist schwer zu prognostizieren, was der Ukraine-Krieg mittelfristig konkret bedeutet, ist jetzt noch nicht abzusehen“, so der Kaufmännische Geschäftsführer Matthias Kroth. Die Herausforderungen seien indes weiter groß: „Die Bekämpfung von Armut und Ungleichheit in globalen Lieferketten ist dringend notwendig, um die Klimakrise zu stoppen und die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen umzusetzen“, erklärte Andrea Fütterer, Leiterin der Abteilung Grundsatz und Politik. „Mit der Klimaneutralität der Gepa im Inland als ein Teil des umfassenden Ansatzes, Klimagerechtigkeit‘ sind wir wieder einen wichtigen Schritt vorangekommen.“

Die Gepa kompensiert ihren CO2-Ausstoß in Deutschland laut eigenen Aussagen komplett durch Zahlungen an den kirchlichen CO2-Kompensationsfonds „Klima-Kollekte“. Mit dem Geld finanziert werde der Gepa zufolge „ein nach Goldstandard zertifiziertes Solarprojekt in Indien“. (mis)

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