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Verbandsware bleibt Verkaufsargument

Demeter bei Kaufland, Bioland bei Lidl – Die Zusammenarbeit der Anbauverbände mit Discountern sorgt für Unmut in der Branche. Denn lange Zeit gab es deren Produkte nur im Fachhandel. Wir wollten wissen, ob Verbandsware auch künftig noch ein Verkaufsargument für den Fachhandel sein wird und welche Punkte generell für den Fachhandel sprechen.
03.01.2019
Demeter bei Kaufland, Bioland bei Lidl – Die Zusammenarbeit der Anbauverbände mit Discountern sorgt für Unmut in der Branche. Denn lange Zeit gab es deren Produkte nur im Fachhandel. Wir wollten wissen, ob Verbandsware auch künftig noch ein Verkaufsargument für den Fachhandel sein wird und welche Punkte generell für den Fachhandel sprechen.

Demeter bei Kaufland, Bioland bei Lidl – Die Zusammenarbeit der Anbauverbände mit Discountern sorgt für Unmut in der Branche. Denn lange Zeit gab es deren Produkte nur im Fachhandel. Wir wollten wissen, ob Verbandsware auch künftig noch ein Verkaufsargument für den Fachhandel sein wird und welche Punkte generell für den Fachhandel sprechen.

Die Meinungen sind geteilt

Mit 49 Prozent sehen etwas mehr Umfrageteilnehmer Verbandsprodukte nach wie vor als verkaufsfördernd für den Fachhandel an. 47 Prozent denken, dass dieses Verkaufsargument verloren geht. Vier Prozent sind sich nicht ganz sicher.

Verbandsware als Verkaufsargument

Die Leser, die ein Verbands-Logo nach wie vor als Verkaufsargument des Fachhandels sehen, nennen dafür vor allem folgende Gründe:

  • Verbandsware steht für Mehrwerts- und Qualitäts-Bio.
  • Verbandsware ist sicherer und glaubwürdiger als EU-Bio.
  • Die Verbände verfolgen Ideale und tun oft mehr, als nötig.
  • Verbandszeichen gewährleisten Qualitätssicherung auf Rohstoffebene und Transparenz entlang der Wertschöpfungskette.
  • Die Anbau- und Verarbeitungsrichtlinien der Verbandsware werden nicht niedriger als bisher, nur weil die Ware jetzt auch an anderer Verkaufsstelle angeboten wird.
  • Hinter den Produkten steckt eine „bessere Landwirtschaft“: Verbands-Landwirte, halten höhere Standards ein, zum Beispiel beim Umweltschutz, Düngereinsatz oder der Flächenbehandlung.
  • Der Kunde legt weiterhin Wert darauf und vertraut dem Fachhandel bei gleichem Produkt mehr als dem LEH oder Discounter.

Ein Leser meinte: „Es sollte um die strengeren Anbaumethoden der Verbände gehen, nicht darum, wo sie verkauft werden.“

Ein Anderer sieht Verbandsware auch künftig als sinnvolles, jedoch nicht zwingendes Verkaufsargument. Außerdem sollte der Fachhandel „die Ankündigungen der Verbände ernst nehmen, wonach sie sich verstärkt und intensiv um den Fachhandel kümmern wollen.“

Pro Fachhandel

71 Prozent der Befragten nannten außerdem Argumente, die generell für den Fachhandel sprechen – unabhängig von Verbandsware:

  • Idealismus und Werteverständnis gegenüber den hochwertigen Lebensmitteln und deren Produktion
  • 100 Prozent Bio
  • Sortimentsbreite und -tiefe
  • Vertrauen in die Marken der Biopioniere
  • Bessere Beratung, Wissen über Herkunft
  • Gutes und freundliches Personal (aktiver Verkauf)
  • Wenig Verpackung, bzw. Pfandsystem
  • Produkte aus der Region
  • Vertrauen durch Kontakt zu Erzeugern
  • Bistro
  • Außergewöhnliche Produkte
  • Gehobene Kunden-Publikums-Struktur: Man ist eher unter ähnlich situierten Menschen
  • Kein Preisdruck

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