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„Demeter gehört in den Fachhandel“

Im November wollten wir wissen, was unsere Leser von den neuen Demeter-Vertriebsgrundsätzen halten. Die Mehrheit war der Meinung: Demeter gehört in den Fachhandel - aber es gab auch andere Reaktionen.
28.11.2016
Im November wollten wir wissen, was unsere Leser von den neuen Demeter-Vertriebsgrundsätzen halten. Die Mehrheit war der Meinung: Demeter gehört in den Fachhandel - aber es gab auch andere Reaktionen.

„Demeter gehört in den Fachhandel“

Im November wollten wir wissen, was unsere Leser von den neuen Demeter-Vertriebsgrundsätzen halten. Nach dem jüngsten Beschluss des Verbandes muss ein Händler einen Bioanteil von mindestens sechs Prozent am Umsatz erreichen und davon wiederum mindestens zehn Prozent Demeter-Anteil, damit er Demeter-Produkte in seine Regale stellen kann. Die Meinungen darüber gehen auseinander.

„Die Marke Demeter wird aufgeweicht“

Auch die Frage nach der Überprüfbarkeit der neuen Vorschriften werfen einige Leser auf: „Woher will Demeter die finanzielle und personelle Kapazität nehmen, um die gesetzten Kriterien zu überprüfen?“, lautet die Frage eines Umfrage-Teilnehmers, und ein anderer ist sich sicher: „Die Umsetzbarkeit/Kontrolle dieser ,Vorschrift‘ kann überhaupt nicht gewährleistet werden.“ Ein Leser befürchtet eine „weitere Schwächung des Fachhandels, eventuell schlechtere Verfügbarkeit von Produkten wegen höherer Nachfrage des konventionellen LEH“, ein weiterer sieht im jüngsten Beschluss sogar eine „Ausrede für mehr Umsatz, konventionelles Denken, Konkurrenz zum Bio-Fachhandel“ und stellt die Frage: „Wie kann sich der Bio-Fachhandel dann noch differenzieren?“

„Stärkung von Demeter“

Allen genannten Befürchtungen zum trotz stehen gut 37 Prozent der Umfrage-Teilnehmer den neuen Vertriebsgrundsätzen positiv gegenüber. Sie seien eine „Stärkung von Demeter“, schreibt ein Leser, und ein anderer meint: „Eine klare Orientierung! Auch wenn der Anteil nicht sehr hoch ist – der Einstieg in Bio/Demeter muss möglich sein und besser überprüfbar als reine Bekenntnisse.“ Mit dieser Meinung steht er nicht alleine: „Mit den Beschlüssen gibt es endlich eine Regelung, die sich an Kriterien orientiert, die eventuell auch einer rechtlichen Bewertung standhalten. Die bisherige Praxis war rechtlich äußerst zweifelhaft und hätte dem Verband großen Schaden zufügen können.“ „Damit stellt sich nicht jeder Discounter ein Demeter-Produkt in den Laden und wirbt anschließend mit seiner Fortschrittlichkeit“, lautet ein weiteres Statement. Und: Der Beschluss „rückt die Qualität der Handelsbeziehungen in den Mittelpunkt und nicht alte Dogmen“, so ein Leser, ein anderer schreibt: „Meines Erachtens sind Demeter-Produkte keine Produkte, die nur für die Bio-Elite gedacht sind. Es sind Lebensmittel, die für jedermann verfügbar sein sollten.

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