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Bio im Test

„Mangelhaft“ für naturkosmetische Mundspülungen

Die Stiftung Warentest hat Mundspülungen und -Wässer unter die Lupe genommen. An den beiden untersuchten Naturkosmetikprodukten haben die Tester kein gutes Haar gelassen.

01.02.2021 vonLeo Frühschütz

Die Stiftung Warentest hat Mundspülungen und -Wässer unter die Lupe genommen. An den beiden untersuchten Naturkosmetikprodukten haben die Tester kein gutes Haar gelassen.

Für die Februar-Ausgabe haben die Tester der Zeitschrift „Stiftung Warentest“ insgesamt 20 Mundspülungen und -Wässer begutachtet. Die zwei Naturkosmetikprodukte Dr. Hauschka Med Salbei Mundspülung und das Ratanhia-Mundwasserkonzentrat von Weleda bekamen bei dem Test die Note „mangelhaft (5,0)“. Aus Sicht der Stiftung konnten die Hersteller die angegebene Wirkung nicht belegen.

Das ist die Sicht der Stiftung: Bei Mundwasserkonzentraten, die verdünnt werden müssen, sind die Wirkstoffe so verwässert, dass sie nicht mehr wirken können. Deshalb gab es für Mundwässer maximal die Note „ausreichend“. Da die meisten Produkte jedoch eine Wirkung gegen Plaque (Zahnbelag) und Gingivitis (Zahnfleischentzündung) auslobten, bewerteten die Warentester sie mit „mangelhaft“, so auch das Konzentrat von Weleda.

Bei gebrauchsfertigen Lösungen sah die Stiftung bei Cetylpyridiniumchlorid und Zinkchlorid eine vorbeugende Wirkung als belegt an, ebenso bei nicht näher spezifizierten „ätherischen Ölen“. Für die ätherischen Öle und Wirkstoffe in der Mundlösung von Dr. Hauschka hingegen fehlten der Stiftung die Nachweise für die ausgelobte Wirkung. Also gab es ein „mangelhaft“. Gar nicht ausgelobt hatte Dr. Hauschka eine Wirkung gegen Karies, doch die Stiftung argumentiert, zwei Drittel der von ihr repräsentativ Befragten würden von einer Mundspülung auch eine Kariesprophylaxe erwarten. Deshalb wertete sie auch alle Mundspülungen ab, die kein Fluorid zugesetzt hatten.

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