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Start-up importiert gerösteten Kaffee aus Ruanda

Ein internationales Start-up will Bauern aus Ruanda an der kompletten Wertschöpfungskette ihres Kaffees teilhaben lassen.
14.04.2016
Ein internationales Start-up will Bauern aus Ruanda an der kompletten Wertschöpfungskette ihres Kaffees teilhaben lassen.

Ein internationales Start-up will Bauern aus Ruanda an der kompletten Wertschöpfungskette ihres Kaffees teilhaben lassen: Kaffee-Kooperative.de importiert deshalb von seinen Partner-Kooperativen fertig gerösteten Kaffee statt der rohen Bohne.

Bei dem für den Export bestimmten Kaffee ende die Teilhabe der Anbaukooperativen in der Regel mit dem Export der rohen Bohne, so das junge Unternehmen mit Sitz in Berlin und der ruandischen Hauptstadt Kigali. Kaffee-Kooperative.de ermögliche es den Kooperativen nun, ihr Know-how in den gesamten Produktionsprozess einfließen zu lassen. Das bedeutet, dass in Ruanda auch geröstet und verpackt wird, wodurch sich die Wertschöpfungskette für die Kooperativen erheblich verlängert. Ziel sei, einheimischen Kaffee-Kooperativen Zugang zu neuen Märkten zu verschaffen, um die wirtschaftlichen Strukturen in Ruanda zu festigen.

Erste Finanzierungsrunde gestartet

In einer ersten Finanzierungsrunde nimmt das Berliner Unternehmen Vorbestellungen für den "Café de Maraba" entgegen. Er stammt aus der Musasa Dukundekawa-Kooperative, die in kleinbäuerlicher Weise produziert. Sobald die Hürde von 500 Kilogramm an Vorbestellungen geschafft ist, beginnt der Röstprozess. Der Kaffee kann kiloweise für 20,60 Euro pro Kilogramm inkl. Versand und Steuern auf kaffee-kooperative.de/produkt/maraba-kaffee-1-kg bestellt werden.

Die[nbsp]Musasa Dukundekawa-Kooperative ist seit 2005 Fairtrade International zertifiziert. 2015 hat sie den Prozess zur Bio-Zertifizierung angestoßen. Kaffee-Kooperative.de ist laut eigenen Angaben der erste Abnehmer des Biokaffees.

Ruanda blickt auf eine schwierige Vergangenheit zurück und war deshalb lange Zeit auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen. Seit dem Ende des Genozids im Jahr 1994 hat sich in dem Land jedoch einiges getan, so dass mittlerweile hochwertige ruandische Produkte existieren, die darauf warten ausländische Absatzmärkte zu finden.

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