Wissen. Was die Branche bewegt
„Rewe Bio + vegan“

Rewe kompensiert CO2-Emissionen seiner Bio-Eigenmarke

Der Lebensmitteleinzelhändler gleicht die für seine Marke „Rewe Bio + vegan“ anfallenden Umweltkosten künftig vollständig aus. Die Kompensationszahlungen fließen in ein Klima- und Waldschutzprojekt in Peru sowie in die Aufforstung eines Waldes nahe Köln.

16.09.2021 vonRedaktion

Seit Mai im Sortiment: Produkte der Rewe-Marke „Bio + vegan“

Der Lebensmitteleinzelhändler gleicht die für seine Marke „Rewe Bio + vegan“ anfallenden Umweltkosten künftig vollständig aus. Die Kompensationszahlungen fließen in ein Klima- und Waldschutzprojekt in Peru sowie in die Aufforstung eines Waldes nahe Köln.

Seit Mai führt Rewe die Eigenmarke „Rewe Bio + vegan“ im Sortiment. Nun kündigte das Unternehmen an, die Linie komplett klimaneutral zu stellen. Sämtliche CO2-Emissionen, von der Rohstofferzeugung über den Transport, die Produktion und Auslieferung, bis hin zur Entsorgung des Produkts sollen ab sofort jährlich kompensiert werden, teilte Rewe am Dienstag per Pressemitteilung mit. Die Kompensation fließe in ein nach dem Verified Carbon Standard Climate, Community & Biodiversity (VCS CCBS) zertifiziertes Klima- und Waldschutzprojekt in Peru.

Das Sortiment von „Rewe Bio + vegan“ umfasst aktuell mehr als 30 Artikel. Darunter befinden sich Alternativen für Frischkäse, Mozzarella und Joghurt, Getreidemilch, vegane Remouladensauce und Tofu-Produkte. Zum Start kompensiere Rewe rund 32.600 Tonnen CO2, teilte das Unternehmen mit. Im November startet darüber hinaus ein Aufforstungsprojekt in der Nähe von Köln, bei dem Rewe pro eingesparter Tonne CO2 einen Baum pflanzen will.

Zertifiziert wird die Klimaneutralität der Lebensmittel von Climate Partner. Das Unternehmen berechnet dafür den CO2-Fußabdruck der Rewe-Eigenmarke in Anlehnung an das Greenhouse Gas Protocol Product Life Cycle Accounting and Reporting Standard (GHG Protocol). Dabei werden laut Rewe neben CO2 auch die klimaschädlichen Gase Methan, Lachgas, Schwefelhexafluorid, Fluorkohlenwasserstoff und Stickstofftrifluorid berücksichtigt. Hieraus errechnet Climate Partner, mit welchen Umweltprojekten die verursachten Emissionen ausgeglichen werden können.

„Nachhaltiges Handeln ist für uns kein Trend, sondern wesentlicher Teil der Geschäftsstrategie – und das seit mehr als zehn Jahren“, teilte Peter Maly, Bereichsvorstand Rewe Group, mit. „Dazu gehört auch, die Sortimente ökologischer und sozial verantwortlicher zu gestalten. Die Klimaneutralität von ,Rewe Bio + vegan‘ ist hierfür ein wichtiger Baustein, auf dem wir auch für weitere Eigenmarken aufsetzen werden.“

Bis 2040 will die europaweit agierende Rewe Group auf Unternehmensebene klimaneutral sein, bis 2030 will der Konzern seine absoluten Treibhausgasemissionen um 30 Prozent gegenüber 2019 reduzieren. Im Mai dieses Jahres eröffnete Rewe in Wiesbaden den ersten „Green Farming"-Markt, der aufgrund seiner Bauweise, Betreibung sowie einer Basilikumfarm und Fischzucht besonders viel Nachhaltigkeit verspricht. (mis)

Kommentare

Das könnte interessant sein ...

Ähnliche Beiträge