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Gegen Lebensmittelverschwendung

Denn's bei Too-good-to-go

Der Bio-Filialist bietet eigentlich unverkäuflich gewordene Lebensmittel über die App Too-good-to-go an. Das Angebot gilt zunächst in Märkten in Berlin und Brandenburg.

12.08.2020 vonKatrin Muhl

Tüte mit geretteten Lebensmitteln von Denn's.

Der Bio-Filialist bietet eigentlich unverkäuflich gewordene Lebensmittel über die App Too-good-to-go an. Das Angebot gilt zunächst in Märkten in Berlin und Brandenburg.

Nach einer erfolgreichen Testphase sind ab sofort alle 44 Biomärkte, die Filialist Denn's in Berlin und Brandenburg betreibt, in der App Too-good-to-go gelistet. Über das Online-Angebot können Selbstabholer Lebensmittel, die sonst weggeworfen werden würden, zu einem vergünstigten Preis kaufen.

Bei Denn's gibt es für die Lebensmittelretter drei verschiedene Tüten: mit Backwaren vom Vortag, Obst und Gemüse mit Druckstellen, und eine Überraschungstüte mit Produkten, die bald ihr Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht haben. Die Tüten kosten in der App 3,90 Euro. Eine durchgestrichene Zwölf teilt dem App-Nutzer mit, was die Produkte frisch gekostet hätten.

Vivian Sander, bei Denn’s Biomarkt Leitung der Region Berlin: „Bei denn’s Biomarkt haben wir durch eigene Maßnahmen im Markt und Kooperationen mit gemeinnützigen Partnern bereits jetzt eine niedrige Quote an Lebensmittelabfällen. Die
Zusammenarbeit mit Too-good-to-go ist eine ideale Ergänzung, um diese noch weiter zu senken.“

Konzept muss sich bewähren

Ob Denn's die Kooperation mit Too-good-to-go auf andere Märkte in Deutschland ausweiten wird, steht noch nicht fest. Wie BioHandel von dem Filialisten erfahren hat, hängt die Entscheidung davon ab, wie das Angebot in Berlin und Brandenburg angenommen wird.

Auch Alnatura, Basic, Prio Biomarkt und Superbiomarkt nutzen den Dienst. Weitere Partner von Too-good-to-go sind einzelne Reformhäuser, sowie etliche inhabergeführte Bio-, Unverpackt- und Hofläden in ganz Deutschland. Das teilt Too-good-to-go auf Nachfrage von BioHandel mit. Eine genaue Anzahl der Partner-Bioläden wollte das Unternehmen nicht nennen.

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