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Ernährungspolitik

AöL fordert mehr Einsatz für ökologische und vegane Ernährung

In einem Positionspapier ruft die Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) die Politik auf, bio und vegan als nachhaltige Ernährungsstile stärker zu fördern und zu verknüpfen. Einen Ansatzpunkt sieht die Vereinigung in Steuersatzanpassungen.

30.03.2021 vonRedaktion

Die AöL spricht sich in ihren Handlungsempfehlungen unter anderem für eine europaweite Kampagne aus, die die Vorteile pflanzlicher Ernährung bewerben soll.

In einem Positionspapier ruft die Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) die Politik auf, bio und vegan als nachhaltige Ernährungsstile stärker zu fördern und zu verknüpfen. Einen Ansatzpunkt sieht die Vereinigung in Steuersatzanpassungen.

Pflanzliche Ernährung und ökologische Erzeugung sind aus Sicht der AöL die zentralen Punkte, um den von der EU beschlossene Grünen Deal und die Strategie Vom Hof auf den Tisch erfolgreich umzusetzen. Dazu hat sich die Vereinigung mit Handlungsempfehlungen gegenüber der Regierung positioniert.

Beide Aspekte müssten „von Anfang an zusammen betrachtet und etabliert werden, um einen modernen und nachhaltigen Ernährungsstil auf dieser Basis zu forcieren“ schreibt die AöL und stellt mehrere Forderungen an die Politik, etwa:

  • klare Kennzeichnungsregeln für pflanzliche Lebensmittel inklusive gängiger Begriffe wie Hafermilch oder Cashewkäse;
  • eine europaweite Kampagne, um die Vorteile pflanzlicher (Bio)-Ernährung zu bewerben;
  • die Umsatzsteuer von Milchalternativen von 19 auf sieben Prozent reduzieren und damit an Milchprodukte anpassen. Für pflanzliche Bio-Produkte sollte die Umsatzsteuer ganz entfallen, für konventionelles Fleisch dagegen auf 19 Prozent steigen.

Forderungen nach mehr Forschung in diesem Bereich und nach regionalen Anbau- und Verarbeitungsstrukturen runden das Positionspapier ab. (leo)

Hier geht es zum Positionspapier

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