Biohandel

Wissen. Was die Branche bewegt

Bio im Test

Veggie-Würstchen in Mineralöl

Die Ökotester haben in fleischlosen Bratwürstchen hohe Werte an Mineralölbestandteilen gefunden. Auch bei Bio. Der Senf zur Wurst war o.k.

20 Veggie-Würstchen hatten die Ökotester gekauft und ins Labor geschickt. In 18 fanden sie gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH), in vieren waren die Gehalte „stark erhöht“, lagen also bei mehr als vier Milligramm je Kilogramm (mg/kg). Darunter waren auch die veganen Thüringer von Wheaty. Weil deren Geschmack mit Hefeextrakt aufgepimpt war, gab es dafür die Gesamtnote „ungenügend“. Auch Alnatura und Taifun kamen nicht ohne den natürlichen Geschmacksverstärker aus.

Weitere Einzelwertungen: „Gut“ bekamen Alberts Lupinen-Bratwürstchen (MOSH „leicht erhöht“), Taifun Grillknacker und zwei LEH-Produkte. Die Seitan-Bratwürste von Alnatura (MOSH „leicht erhöht“) und die Würstchen Fränkische Art von Dennree (MOSH „erhöht“) schnitten „befriedigend“ ab, ebenso ein Drogeriemarkt-Produkt.

Zur möglichen Quelle der wiederholt festgestellten MOSH-Belastung schrieb Ökotest: „Die Verunreinigungen können etwa aus dem Schmieröl von Produktionsanlagen oder dem Formen der Würste stammen“. Schmecken lassen sich diese minimalen Ölspuren nicht. Für die Sensorik bekamen alle Produkte ein „sehr gut“. Auch die konventionellen. Dafür mussten allerdings die meisten Hersteller Aromen zusetzen. Zusammen mit einzelnen Pestizidfunden und den MOSH-Rückständen führte dies zu sechs Roten Karten bei konventionellen Würstchen, darunte auch die von Eden aus dem Reformhaus.

BioHandel hat eine Stellungnahme bei Wheaty angefragt, die an dieser Stelle nachgereicht wird.

Bio Senf wächst auch in Deutschland

Passend zu den Grillwürstchen überprüfte Ökotest auch das Senfangebot. Für Bio-Senf gab es sechsmal die Note „sehr gut“, darunter die Mittelscharfen von Alnatura, Dennree und Zwergenwiese sowie Naturata Delikatess Senf. Der Mittelscharfe von Byodo bekam ein „gut“, weil den Testern der Senfanteil in der Trockenmasse etwas zu gering war. In den meisten konventionellen Senfgläsern steckte Glyphosat, was Ökotest um eine Stufe abwertete. Vermutlich wird das Herbizid kurz vor der Ernte gespritzt, um diese zu erleichtern. Während die meisten konventionellen Senfsaaten aus Osteuropa und Kanada stammten, setzten drei Bio-Anbieter ganz und weitere drei teilweise Senfsaat aus Deutschland ein.

Kommentare

Registrieren oder anmelden, um zu kommentieren.

Weiterlesen mit BioHandel+

Melden Sie sich jetzt an und lesen Sie die ersten 30 Tage kostenfrei!

Mit BioHandel+ erhalten Sie:

  • Melden Sie sich jetzt an und lesen Sie die ersten 30 Tage kostenfrei!
  • Ihre Vorteile: exklusive Berichte, aktuelles Marktwissen, gebündeltes Marktwissen - täglich aktuell!
  • Besonders günstig als Kombi-Abo: ausführlich in PRINT und immer aktuell mit ONLINE Zugang
Ihr Abo bestellen
Sie sind bereits Abonnent von BioHandel+? Dann können Sie sich hier anmelden.

Auch interessant: