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Steckbrief

Trauben saisonal anbieten

Mit knapp fünf Kilo Verbrauch pro Kopf gehören die kleinen Früchte zu den Lieblingsobstsorten der Deutschen und in das Angebot jedes Bioladens. Welche Bio-Trauben es wann gibt und wie sie am längsten frisch bleiben.

29.09.2020 vonGudrun Ambros

Mit etwas Glück findet man in der Saison sogar Bio-Tafeltrauben aus deutschen Landen.

Mit knapp fünf Kilo Verbrauch pro Kopf gehören die kleinen Früchte zu den Lieblingsobstsorten der Deutschen und in das Angebot jedes Bioladens. Welche Bio-Trauben es wann gibt und wie sie am längsten frisch bleiben.

Vittoria: weiße Sommertraube, große elliptische Beeren. Sehr fest, mit dicker Schale und unaufdringlicher Süße.

Von August bis September

Muscat bleu: blaue, mittelgroße, rundliche Beeren in lockerer Traube, knackig-fest, süß-aromatisch mit ausgeprägtem Muskatton. Im Fruchtfleisch stecken große Kerne.

Von August bis September

Fanny: sehr große, früh reifende Trauben mit großen ovalen Beeren, gelb und knackig. Sie entwickeln ein feines Aroma.

August

Frumoasa Alba: weiße, große, rundliche Beeren in großen lockeren Trauben. Süß-fruchtig, mit dezenter Ananasnote. Wenige, kleine Kerne.

Von September bis Oktober

Katharina: rosafarbene, länglich-ovale Beeren in kompakter Traube, fruchtig-süß mit erfrischender Säure.

Von Ende September bis Ende Oktober

Red Crimson: rot-violette, längliche Beeren, mittel­groß, mit festem, kernlosen süßem Fruchtfleisch und fester Haut.

August

Palatina: große, lockere Trauben mit großen gold­gelben ovalen Beeren. Frisch-fruchtig, mit leichtem Muskatton.

September

5 Tipps zu Lagerung und Verkauf

  • Bio-Tafeltrauben aus Deutschland sind rar, kommen im September und Oktober auf den Markt, Importe aus Italien und anderen Mittelmeerländern, von Juni bis Ende Oktober. Im restlichen Jahr liefern Südafrika oder Südamerika.
  • Tafeltrauben haben eine dünnere Haut und vergleichsweise lockeres Fruchtfleisch. Sie reifen nicht nach, müssen daher punktgenau geerntet werden. Das bedeutet: Vorsicht im Handling!
  • Lagern lassen sich Tafeltrauben gut: bei Temperaturen zwischen 1 und 4 Grad und 90 bis 95 Prozent Luftfeuchtigkeit, je nach Sorte, bis zu vier oder acht Wochen. Erst ab -2 Grad entstehen Chillingschäden.
  • Labortests ergaben: Die meisten Trauben enthalten Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Nicht so bei Bio: Dort ließen sich allenfalls Spuren nachweisen. Grund: Der sparsame Umgang mit Mitteln wie Gesteinsmehl.
  • Ein Dach schützt Bio-Tafeltrauben vor Spätfrösten, Hagel und Regen. Das hilft unter anderem gegen Fäulnis und Schimmel. In der Reifezeit kommen engmaschige Netze dazu, die Wespen und Kirschessigfliegen abhalten.

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