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Bio im Test

Stille Wasser mit Bestnoten

100 stille Mineralwässer hat Ökotest ins Labor geschickt. Die allermeisten lagen im grünen Bereich. In PET-Einweg-Flaschen allerdings schwamm reichlich Mikroplastik.

02.07.2020 vonRedaktion

100 stille Mineralwässer hat Ökotest ins Labor geschickt. Die allermeisten lagen im grünen Bereich. In PET-Einweg-Flaschen allerdings schwamm reichlich Mikroplastik.

Von den einschlägigen Wasseranbietern im Biofachhandel bekamen Biokristall Still von Neumarkter, Lauretana Ohne und St. Leonhardsquelle Still die Note „sehr gut“. Hornberger Lebensquelle Naturelle schnitt „gut“ ab. Hier bemängelte Ökotest eine erhöhte Keimzahl bei 37 Grad (Wer trinkt so warmes Wasser?) Im Test waren auch zwei mit dem Bio-Mineralwassersiegel ausgezeichnete Wasser. Bei Christinen Naturelle Bio war alles in Ordnung, Carolinen Bio Naturelle bewertete Ökotest mit „ausreichend“, weil das Labor ein Pestizidabbauprodukt nachgewiesen hatte. Nach den Richtlinien für Bio-Mineralwasser ist ein solcher Rückstand nicht zulässig.

Antimon-Funde: Ökotest rät zu Glasflaschen

Ökotest hat auch untersuchen lassen, ob aus PET-Flaschen Mikroplastikteile ins Wasser gelangen. „Ja und zwar ziemlich häufig“ lautete das Ergebnis. In knapp der Hälfte der PET-Einweg- und Mehrwegflaschen fand das Labor winzige Plastikteilchen. Sie enthielten das Halbmetall Antimon, das bei der PET-Herstellung als Katalysator verwendet wird. Laut Ökotest lagen die Spitzenwerte in Einwegflaschen bei über 100.000 Partikel je Liter, in Mehrwegflaschen waren bis zu 25.000 Teilchen.

Das Magazin bewertete die Funde allerdings nicht, da wissenschaftlich nicht geklärt sei, welche Folgen diese Belastung habe. Wer antimonhaltiges Mikroplastik vermeiden wolle, solle zu Produkten in Glasmehrwegflaschen greifen, rät Ökotest.

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