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Zitrusfrüchte unterscheiden und optimal lagern

Besonders im Winter, wenn anderes Obst keine Saison hat, sind frische Zitrusfrüchte aus den Mittelmeerländern beliebt. Insgesamt konsumieren die Verbraucher hierzulande über 30 Kilo pro Jahr. Über die gängigsten Sorten und was bei Beratung und Verkauf beachtet werden muss.

30.12.2020 vonGudrun Ambros

Zitrusfrüchte sind in Küche und Haushalt vielseitig einsetzbar: etwa pur zum Essen, als Säuregeber beim Kochen oder als Aroma im Wohnraum.

Besonders im Winter, wenn anderes Obst keine Saison hat, sind frische Zitrusfrüchte aus den Mittelmeerländern beliebt. Insgesamt konsumieren die Verbraucher hierzulande über 30 Kilo pro Jahr. Über die gängigsten Sorten und was bei Beratung und Verkauf beachtet werden muss.

Orange: Mittelgroße, runde, saftreiche, süß-säuerliche Frucht. Die Schale ist orange, das Fleisch, je nach Sorte, von hellorange bis dunkelrot pigmentiert.

Clementine: Abkömmling der Mandarine. Sie ist vergleichsweise klein, mild und süß, lässt sich leicht schälen und enthält kaum noch Kerne. Untersorten sind Satsumas und Tangerinen.

Zitrone: In der Form spindelförmig bis kugelrund, liefert die Zitrone sauer-aromatisches, saftiges, gelbes Fruchtfleisch und eine dicke Schale, deren feiner Abrieb ebenfalls zum Würzen verwendet wird.

Limette: Ihr Fruchtfleisch schmeckt etwas milder und würziger und liefert deutlich mehr Saft als Zitronen. Die Schale ist glatter und dünner als die der Zitrone und außen grün gefärbt.

Grapefruit: Die abgeflachten Kugeln präsentieren sich gelb, manchmal mit rötlichem Schimmer, innen gelb, rosa oder rot. Die rosafarbenen schmecken milder, die etwas bitteren gelben sind kaum mehr im Handel zu finden.

Pomelo: Sehr große, grapefruitartige Frucht mit sehr dicker grüner bis grüngelber Schale. Sie schmeckt mild, etwas süß, etwas sauer, mit zart bitterem Anklang. Ihr Inneres ist rot oder gelb – je rötlicher, desto milder.

Tipps zu Lagerung und Verkauf

  • In den Ländern rund ums Mittelmeer haben Zitrusfrüchte in den Wintermonaten Saison; davor und danach liefern Südafrika und Länder rund um Zentralamerika. Zitronen werden ganzjährig aus Südeuropa importiert.
  • Chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel sind beim ökologischen Anbau von Zitrusfrüchten tabu. Das ist besonders wichtig, weil ihre Fruchtscheiben oft mit Schale in Cocktails landen und auch die Schale selbst gerne verarbeitet wird.
  • Am besten halten Zitrusfrüchte bei einer Luftfeuchtigkeit zwischen 85 und 90 Prozent. Temperaturen unter zwei Grad vertragen sie nicht. Für Mandarinen und Orangen sind 6 bis 8 Grad optimal, für Zitronen und Grapefruits 10 bis 12 Grad. Maximale Lagerungsdauer: mindestens 4 Wochen, bisweilen deutlich länger.
  • Grapefruit wird häufig als Pampelmuse bezeichnet. Tatsächlich ist letztere eine eigene Art und die Grapefruit entstand durch die Kreuzung von Pampelmuse mit Orange. Pampelmusen sind deutlich größer als andere Zitrusfrüchte.
  • Bio-Zitrusfrüchte glänzen nicht so stark wie konventionelle, weil sie nach der Ernte in der Regel nicht gewachst, sondern meist nur mit Wasser gewaschen werden. So behalten sie ihre natürliche Wachsschicht.
  • Zitrusfrüchte sind relativ unkompliziert im Handling, sollten aber weder gequetscht noch geworfen werden. Sie entwickeln selbst kein Ethylen, reagieren aber auf das Reifegas und alter schneller. Fremdgerüche nehmen sie leicht an, ihren intensiven Zitrusgeruch geben sie an andere Früchte ab.
  • Die Farbe der Früchte sagt nichts über ihre Reife aus, auch grüne Exemplare können perfektes Aroma entwickeln. Konventionelle Arten werden mit Hilfe von Ethylen entgrünt. Das lässt die Früchte altern, aber nicht nachreifen. Für Öko-Zitrusfrüchte kommt diese Behandlung nicht infrage.

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