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Steckbrief

Speiseöle Teil 2

Die Auswahl an Speiseölen in den Fachhandelsregalen ist enorm gewachsen. Insbesondere Gourmetöle und solche mit Superfood-Charakter stehen hoch im Kurs. Hier ein Überblick über die wichtigsten Sorten.
10.03.2018 vonGudrun Ambros
Die Auswahl an Speiseölen in den Fachhandelsregalen ist enorm gewachsen. Insbesondere Gourmetöle und solche mit Superfood-Charakter stehen hoch im Kurs. Hier ein Überblick über die wichtigsten Sorten.

Leinöl schmeckt herb-nussig und arttypisch. Das dunkelgelbe Öl gilt als eine der besten Quellen für Omega-3-Fettsäuren, die lebensnotwendig sind und über die Nahrung aufgenommen werden. Gutes frisches Leinöl darf nicht bitter sein.

Sesamöl ist ein Klassiker in der ayurvedischen und makrobiotischen Ernährung. Es erscheint meist blassgelb, im Aroma arteigen-nussig. Sesamöl aus gerösteten Saaten ist dunkler und schmeckt vollmundiger, das ungeröstete ist milder.

Kürbiskernöl hinterlässt auf der Zunge und in der Nase ein charakteristisches, kräftig-nussiges Aroma. Das dunkelgrüne Öl wird traditionell aus gerösteten Kürbiskernen gewonnen, seltener wird es ungeröstet angeboten.

Arganöl, zarter Duft, leicht nussiger, dezent herber Geschmack, ist so wertvoll, dass es in der Küche vorwiegend zum Würzen verwendet wird. Es gilt als orientalisches Gourmet-Öl: Aus 35 Kilo Früchten entsteht ein Liter goldgelbes Öl.

Hanföl duftet leicht nach frischem Heu; die Zunge ertastet nussiges Aroma mit Anklängen von Kräutern. Das olivgrün schimmernde Öl enthält die seltene entzündungshemmende Gamma-Linolensäure und gilt als ernährungsphysiologisch hochwertig.

Traubenkernöl ist reich an Vitamin E. Um einen Liter des säuerlich-fruchtigen Feinschmeckeröls zu gewinnen, sind 40 Kilo Traubenkerne nötig. Empfohlen wird es vorwiegend als Würzöl für die kalte Küche.

5 Tipps zu Lagerung und Verkauf

  • Besonders hochwertige und aromatische Speiseöle werden vorwiegend in der kalten Küche und insbesondere zum Würzen eingesetzt. Es genügt oft, wenige Tropfen über die fertig gekochten Speisen zu träufeln oder das edle mit einem Basisöl zu vermischen.
  • Bisweilen werden Nüsse oder Saaten geschält, bevor sie gepresst werden: Das so gewonnene Öl schmeckt milder. Andere Saaten oder Nüsse werden zunächst sorgsam angeröstet – das intensiviert das Eigenaroma. Die gerösteten Öle erscheinen im Vergleich dunkler.
  • Die für die Ölherstellung zugelassenen Hanfsorten enthalten weniger als 0,3 Prozent Tetrahydrocannabiol (THC). Zudem wird das Öl aus den Saaten und nicht aus dem THC-haltigen Harz gewonnen. Hanföl hat daher keine bewusstseinsändernde Wirkung.
  • Von A wie Arganöl bis W wie Weizenkeimöl – Speiseöle nähren den Körper nicht nur von innen, sondern auch von außen: Sie pflegen die Haut und schützen sie vor Austrocknung. Oft werden sie als Zutat in naturkosmetischen Cremes und Zubereitungen verwendet.
  • Schlieren im Speiseöl sind kein Zeichen für schlechte Qualität. Natives Öl, das nur gefiltert wurde, kann noch Schwebstoffe enthalten, die meist auf den Flaschenboden sinken. Es handelt sich um Bestandteile des Samens und sekundäre Pflanzenstoffe.

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