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Pseudogetreide

Einerseits sind sie Super-Nahrungsmittel, andererseits perfekt bei Gluten-Empfindlichkeit: Amaranth, Quinoa, Buchweizen, Hirse, Canihua und Teff liefern reichlich Eiweiß in vorteilhaftem Aminosäurenprofil, viele wertvolle Mineralstoffe, und sie enthalten kein Gluten.
15.06.2016 vonGudrun Ambros
Einerseits sind sie Super-Nahrungsmittel, andererseits perfekt bei Gluten-Empfindlichkeit: Amaranth, Quinoa, Buchweizen, Hirse, Canihua und Teff liefern reichlich Eiweiß in vorteilhaftem Aminosäurenprofil, viele wertvolle Mineralstoffe, und sie enthalten kein Gluten.

Amaranth Die winzigen gelblichen Andenkorn-Kügelchen schmecken nussig. Ihre klassische Verwendung ist gepufft in Müslis oder Snackriegeln, auch in Gebäck.

Quinoa ist ein südamerikanisches Grundnahrungsmittel. Die kleinen runden Samen mit herb-nussigem Aroma erscheinen in Schwarz, Rotbraun, Gelb oder Weiß. Quinoa wird wie Kochgetreide verwendet, insbesondere für Bratlinge und Füllungen.

Buchweizen Die dunklen dreikantigen Körner bieten herb-nussigen Geschmack. Geröstet sind sie ideal in Müsli oder Salat; aus ihrem Mehl entstehen französische Galettes (Pfannkuchen), russische Blinis oder japanische Soba-Nudeln.

Hirse Runde, kleine, goldgelbe Körner, mild-aromatisch, eignen sich für süße wie deftige Speisen, für Aufläufe, Salate, Desserts.

Canihua wird auch Baby-Quinoa genannt, stammt aus den Anden. Die winzigen schokobraunen Kügelchen schmecken intensiv-nussig. Zu verwenden als Kochgetreide, an Salaten, für Pfannengerichte.

Teff Rötlichbraune kleine runde Körner. Auch als äthiopische Zwerghirse bekannt. Geflockt wie Haferflocken zu verwenden, gemahlen als aromatische Ergänzung von Getreidemehl.

5 Tipps zu Lagerung und Verkauf

  • Pseudo-Cerealien sind Körner, die nicht zur Pflanzenfamilie der Getreide gehören, dem Getreide aber ähneln. Sie sind allesamt frei vom Klebereiweiß Gluten. Brot oder Kuchen lässt sich mit Pseudo-Getreide nicht backen: Der Teig geht nicht auf.
  • Kühle, trockene und dunkle Lagerung ist empfehlenswert: Maximaltemperatur 20 Grad, optimale Temperatur 8 Grad, relative Luftfeuchtigkeit 65 Prozent. Wie bei Getreide ist die Nachbarschaft zu stark riechenden Produkten zu vermeiden.
  • Kurzes Spülen in lauwarmem Wasser entfernt bei Pseudogetreiden den Polierstaub. Quinoa und Hirse verlieren darüber hinaus eventuell störende Bitterstoffe. Buchweizen profitiert vom Durchschwenken, weil es anschließend beim Kochen weniger Schleimstoffe abgibt.
  • Pseudogetreide kochen: Buchweizen, Teff und Hirse brauchen die zweifache Menge an Wasser, Quinoa, Canihua und Amaranth die drei[-]fache. Buchweizen schmeckt noch nussiger, wenn er andarrt. Quinoa, Canihua und Amaranth lassen sich gut zu Puff- Getreide verarbeiten.
  • Ernährungstechnisch sind Pseudo-Getreide den Getreiden überlegen: reicher an Mineralien wie Eisen, Kieselsäure, Calcium, Magnesium und reicher an Eiweiß, das zudem eine für den Menschen vorteilhaftere Zusammensetzung an Aminosäuren aufweist.

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