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Ölsaaten

Ölsaaten genießen hohes Ansehen bei Bio-Kunden: Erstens wegen ihrer nussig-feinen Aromen. Und zweitens für Vollwert- und Vegetarier-Bedürfnisse, denn in ihrer kompakten Nährstoff-Zusammensetzung sind sie kaum zu übertreffen.
09.03.2017 vonGudrun Ambros
Ölsaaten genießen hohes Ansehen bei Bio-Kunden: Erstens wegen ihrer nussig-feinen Aromen. Und zweitens für Vollwert- und Vegetarier-Bedürfnisse, denn in ihrer kompakten Nährstoff-Zusammensetzung sind sie kaum zu übertreffen.

Mohn Die Mini-Körnchen entfalten zartherbes, leicht süßlich-nussiges Aroma. Ihre Farbvarianten: blaugrau (Deutschand), grau (Österreich) und weiß (asiatische Küche). Weniger bekannt ist ihre Verwendung in herzhaften Speisen.

Sonnenblumenkerne riechen nussig und entwickeln ein nussiges Aroma. Außen schwarz oder schwarz mit weißen Streifen, unter der Schale beige-gräulich.

Kürbiskerne Grüne, längliche flache Kerne, die im ersten Moment fruchtig, dann nussig riechen und nussig und nach frischem Brot schmecken.

Sesam wird ungeschält (dunkelbraun) und geschält (hellbeige) angeboten. Die winzigen Samen duften nach Nüssen und nach Getreide und schmecken nach Saaten und Nüssen, die dunklen intensiver.

Leinsaat erinnert an winzige Apfelkernchen, graubraun oder beige (Goldleinsaat), riecht flüchtig beißend und schmeckt nach Nuss und nach Saaten.

Chia In die Nase steigt ein schwacher Duft nach frischem Heu, auf der Zunge entwickelt sich mildes, an Getreide erinnerndes Aroma. Die schwarz- und seltener auch weiß-marmorierten Samen unterscheiden sich nicht im Nährstoffgehalt.

5 Tipps zu Lagerung und Verkauf

  • Ölsaaten heißen Pflanzensamen, die so viel Öl enthalten, dass sie zur Gewinnung von Speiseöl verwendet werden. Sie verfeinern Müsli, Salate, Rohkost, süßes und salziges Gebäck. Kürbis- und Sonnenblumenkerne sind auch solo als Snack beliebt und geben Pestos Aroma und Konsistenz.
  • Zu lange gelagerte Ölsaaten werden muffig oder bitter. Kühl, dunkel, trocken und gut verschlossen halten sich Leinsamen, Sonnenblumen- und Kürbiskerne sowie Mohn und Sesam bis zu neun Monate, Chia hält sich zwei bis vier Jahre.
  • Ölsaaten sind kleine Kraftpakete. Sie liefern wertvolle Fette, insbesondere essentielle, also solche, die der Mensch nicht selbst herstellen kann. Sie enthalten reichlich Eiweiß und Spurenelemente wie Magnesium, Phosphor, Eisen, Zink. Spitzenwerte erreicht hier nicht etwa Chia, sondern der Mohn.
  • Leinsamen und Chia sind wegen ihrer verdauungsfördernden Ballaststoffe besonders begehrt; Chia bildet zusammen mit Wasser ein Gel, das als Ei-Ersatz herhalten kann. Kürbiskerne gelten in der traditionellen Medizin als natürliche Helfer bei Prostata- und Blasenbeschwerden.
  • Sesam kann allergische Reaktionen hervorrufen: selten zwar, aber dann heftig. Leinsamen und Chia müssen zusammen mit viel Flüssigkeit verzehrt werden. Mohn sollte vor dem Verzehr mit warmem Wasser gewaschen werden. Der Grund: Mohn könnte zu viel Morphin enthalten.

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