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Steckbrief

Linsen

Das vergangene UN-Jahr der Hülsenfrüchte und der Vegetarier-Boom bescherte Linsen ein Nachfrage-Hoch. Doch die eiweißreichen Winzlinge gehören seit jeher zum Stamm-Sortiment der Bioläden.
10.04.2017 vonGudrun Ambros
Das vergangene UN-Jahr der Hülsenfrüchte und der Vegetarier-Boom bescherte Linsen ein Nachfrage-Hoch. Doch die eiweißreichen Winzlinge gehören seit jeher zum Stamm-Sortiment der Bioläden.

Grüne Linsen sind klein und grün, schmecken nussig-aromatisch und bleiben bissfest, passen daher perfekt für Linsen-Salat oder als Beilage. Besonders edel: die Puy-Linsen. Garzeit 15-20 Min.

Braune Tellerlinsen repräsentieren die Großen in der Familie. Die hellbraunen Klassiker schmecken mild-aromatisch, ergänzen die schwäbischen Spätzle und passen in jeden Eintopf. Garzeit nach Einweichen: 45-60 Min.

Belugalinsen erinnern äußerlich an Beluga-Kaviar: Die winzigen schwarzen Kugeln schmecken würzig-aromatisch, garen ohne Einweichen, verkochen nicht und eignen sich besonders für Linsen-Salat. Garzeit 20-25 Min.

Rote und gelbe Linsen sind geschält, garen daher schneller und lassen sich leichter verdauen. Beim Kochen werden die roten ebenfalls gelb, außerdem weich und cremig. Beide sind unverzichtbar für würzige indische Dhals. Garzeit 10 Min.

Berglinsen eignen sich mit ihrer festeren Beschaffenheit und ihrem herzhaften Geschmack für Eintöpfe, Salate und als Beilagen. Ihre Farbe: rötlich-braun. Garzeit 20-30 Min.

Troja-Linsen haben nach dem Kochen eine mehlige Konsistenz. Damit und mit ihrem kräftigen Aroma passen die mittelgroßen Braunen perfekt für sämige Suppen oder Aufstriche. Garzeit nach Einweichen: 40-60 Min.

5 Tipps zu Lagerung und Verkauf

  • Bio-Linsen werden zum Großteil importiert: aus Frankreich, der Türkei, Kanada und Indien. Doch die Bio-Branche fördert auch den Anbau einheimischer Sorten etwa in Bayern und Baden-Württemberg. Es gibt das schwäbische Alb-Leisa-Projekt und Demeter-Linsen aus dem Spreewald.
  • In Salz- oder Gemüsebrühe garen Linsen etwas länger, behalten dafür mehr Biss und nehmen Salz besser an. Ähnlich verhält es sich mit der Zugabe von Essig. Allerdings empfehlen Kochexperten, den Essig erst gegen Ende der Kochzeit dazuzugeben, weil sich sonst sein Aroma verflüchtigt.
  • Linsen sollten vor dem Kochen gut gewaschen werden. Manche muss man vor dem Garen zunächst einweichen – am besten über Nacht. Das Garen im Dampfdrucktopf bietet sich an, weil sich dadurch die Kochzeit deutlich verkürzt.
  • Linsen sind wertvolle Eiweiß-Spender und sättigen langanhaltend, weil reichlich Ballaststoffe in ihnen stecken. Zudem sind sie attraktiv für den Öko-landbau: Sie können Stickstoff aus der Luft binden und in der Erde einlagern, und sie lockern mit ihren langen Wurzeln den Humus.Kühl, trocken und dunkel gelagert lassen sich getrocknete Linsen ein Jahr und länger aufbewahren, ohne dass Nährwert und Geschmack leiden. Ältere Linsen benötigen etwas mehr Zeit, bis sie gar sind.

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