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Keimlinge

Sprossen sind reich an Nährstoffen und auch optisch ein perfektes Topping für Salate, Suppen & Co. Wer will, kann sie auch selbst ziehen.

01.03.2014 vonGudrun Ambros

Sprossen sind reich an Nährstoffen und auch optisch ein perfektes Topping für Salate, Suppen & Co. Wer will, kann sie auch selbst ziehen.

Alfalfasprossen gehören zu den Hülsenfrüchten. Sie schmecken süßlich-herb und nussartig, liefern vergleichsweise viel Eiweiß und enthalten reichlich Vitamin C und Chlorophyll. Passen zu Salat und Gemüse oder als Suppenbasis.

Radieschensprossen haben einen fein-scharfen Geschmack, milder als ausgewachsene Radieschen. Sie sollen antibakteriell wirken. Als Brotbelag, in Wraps und Pfannkuchen und in Kräuterquark.

Mungbohnensprossen enthalten überdurchschnittlich viele Nährstoffe, viel Eiweiß, sind knackig und haben ein süßlich-herbes Aroma. Roh passen sie prima zu Salat und gedünstet in Wokgerichte.

Kohlrabisprossen schmecken frisch-mild und leicht kohlartig. Sie liefern reichlich Vitamine und sollen die Abwehrkräfte stärken. Perfekt im Smoothie, dekorativ auf Salat.

Kichererbsensprossen sind knackig und von nussigem, leicht buttrigem Geschmack. Sie liefern Eiweiß und komplexe Kohlenhydrate und gelten als verdauungsfördernd. Optimal zu Salat und in Smoothies.

Brokkolisprossen erinnern im würzig-pikanten Aroma leicht an Chinakohl. Sie gelten als immunstärkend und krebshemmend. Gut aufs Sandwich, als Topping für Fleisch- oder Kartoffel­gerichte, im Kräuterquark.

5 Tipps für Lagerung und Verkauf

  • Der Keimungsprozess macht die Nährstoffe für den Menschen leichter verdaulich und besser verfügbar, Vitamin C wird gebildet, andere Vitamine vermehrt produziert. Keimsprossen haben einen hohen ernährungsphysiologischen Wert.

  • Je nach Sorte haben Sprossen nach dem Verpacken ein MHD von sechs bis zwölf Tagen, vorausgesetzt, die Kühlkette wird nicht unterbrochen. Sie halten sich am besten bei Temperaturen zwischen zwei und sieben Grad Celsius.

  • Bio-Keimlinge wachsen aus Saatgut, das nicht chemisch gebeizt, also nicht mit chemischen Pflanzenschutzmitteln behandelt wurde. Stattdessen setzen Bio-Gärtner auf biologische Beizung, beispielsweise mit schützenden Bakterien.

  • Manche Keimsprossen entwickeln feine weiße Mikrowurzeln, die nicht mit Schimmel verwechselt werden sollten. Auf krankheitserregende Bakterien müssen die Sprossenzucht-Betriebe ihre Produkte regelmäßig untersuchen lassen.

  • Kichererbsensprossen sollten vor dem Verzehr fünf Minuten blanchiert werden. Bei empfindlichen Menschen gilt die Empfehlung auch für Mung-, Adzukibohnen- und für Linsensprossen. Das Blanchieren macht ihr Eiweiß leichter verdaulich.

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