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Heimische Kräuter

Frische Kräuter sind ein Aushängeschild für jede Obst- und Gemüseabteilung. Sorgfältige Lagerung und Pflege sind allerdings Pflicht. Worauf es dabei ankommt, lesen Sie im zweiten und letzten Teil unserer kleinen Serie.
11.06.2017 vonGudrun Ambros
Frische Kräuter sind ein Aushängeschild für jede Obst- und Gemüseabteilung. Sorgfältige Lagerung und Pflege sind allerdings Pflicht. Worauf es dabei ankommt, lesen Sie im zweiten und letzten Teil unserer kleinen Serie.

Minze schmeckt würzig-frisch, harmoniert mit orientalischen Joghurtsaucen, passt in Salate, aber auch zu Lamm oder Ziegenfleisch. Sie aromatisiert Desserts, Longdrinks und Tee. Roh genießen. Freilandsaison: Apr-Sep

Liebstöckel hat ein kräftig süßlich-herbes Aroma, schmeckt sellerieartig und wird wegen seines Aromas auch Maggikraut genannt. Seine dreigeteilten Blätter würzen Suppen, Eintöpfe und deftige Fleischgerichte und können ohne Weiteres mitgekocht werden. Sparsam verwenden. Freilandsaison: Apr-Sep

Salbei schmeckt markant-würzig und dezent bitter, gehört ins Bouquet Garni und harmoniert mit Bratkartoffeln und fetten Speisen, insbesondere Geflügel, Kalb, Lamm. Die silbrig-grünen samtigen Blätter schmecken in Öl angebraten besonders gut. Freilandsaison: Jun-Aug

Borretsch heißt wegen seines Geschmacks auch Gurkenkraut. Die haarigen Blätter und leuchtend-blauen oder violett-sternförmigen Blüten würzen Salate, insbesondere Gurkensalat sowie Desserts, außerdem die Frankfurter Sauce. Roh genießen. Freilandsaison: Jun-Jul

Dill hat ein kräftig herb-süßes Aroma, würzt Gurkensalat, süß-sauer Eingemachtes, Dressings, Fisch und Frankfurter Sauce. Die fedrigen Blättchen frisch verwenden, die Samen mitkochen. Freilandsaison: Jun-Aug

Estragon bringt eine anis- oder fenchelähnliche Geschmacksnote mit. Die schmalen Blättchen wirken harntreibend und appetitanregend. Sie sind klassischer Bestandteil der Sauce Béarnaise, sie aromatisieren Essig, Dressings, Kräuterbutter und passen zu hellem Fleisch, Fisch, Kohlrabi oder Bohnen. Sparsam und roh genießen. Freilandsaison Jun-Jul

5 Tipps zu Lagerung und Verkauf

  • Ob im Topf oder frisch geschnitten: Küchenkräuter müssen täglich kontrolliert und gepflegt werden. Topfkräuter haben Durst, Schnittkräuter, die in Wasser oder auf feuchtem Vlies stehen, benötigen ebenfalls frisches Wasser. Welke oder faulige Blätter oder Stängel laufend entfernen.
  • Topfkräuter sollen in feuchter Erde stehen – nicht zu nass und nicht zu trocken. Beim Schütteltest sollten keine Blätter abfallen. Sichtkontrolle: Frische Kräuter sollten kräftige, weder vertrocknete, aufgeweichte noch schwarze Stängel aufweisen und keine welken, fleckigen, trockenen Blätter.
  • Wer im Frühjahr oder Sommer Topfkräuter im Eingangsbereich oder draußen präsentiert, gibt den Kunden einen deutlichen Hinweis auf die Frischekompetenz. Mancher Großhändler liefert dazu die passenden Displays. Kräuter mögen es hell, dürfen aber nicht in der prallen Sonne stehen.
  • Diese Topfkräuter überdauern mehrere Jahre und können von den Kunden in den eigenen Garten ausgepflanzt werden: Thymian, Liebstöckel, Schnittlauch, Lavendel, Estragon, Salbei, Pfefferminze, Bohnenkraut, Majoran, Oregano.
  • Tipp zur Weitergabe an Kunden: Küchenkräuter, die nicht zeitnah verwendet werden können, trocknen oder klein schneiden und einfrieren. Alternativ lassen sich viele Kräuter in Essig oder Öl einlegen und überdauern als Aromageber im Salatdressing viele Wochen.

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