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Frische Gewürze

Mit Ingwer macht der Naturkosthandel mehr Umsatz als mit Knoblauch, bei Meerrettich, Chilis und Kurkuma ist nach oben hin noch Luft. Doch frische Gewürze ergänzen das Obst- und Gemüseangebot im Naturkosthandel perfekt.
16.03.2015 vonGudrun Ambros
Mit Ingwer macht der Naturkosthandel mehr Umsatz als mit Knoblauch, bei Meerrettich, Chilis und Kurkuma ist nach oben hin noch Luft. Doch frische Gewürze ergänzen das Obst- und Gemüseangebot im Naturkosthandel perfekt.

Knoblauch Bis zu 20 Nebenzehen des Lauchgewächses sammeln sich um eine Hauptzehe, allesamt von weißen papiernen Häutchen umgeben. Geschmack: aromatisch-scharf. Erntefrischer Knoblauch wird mit saftig-grünen Stängeln vermarktet.

Ingwer Knolliger Wurzelstock, der sich geweihartig verzweigt, außen bräunlich-weiß, innen kräftig-gelb. Die Knolle, zitronig-scharf, würzt asiatische Gerichte, Marinaden und ergibt wärmenden Tee.

Chilis/Peperoni Kleinere längliche Paprikasorten in grün, orange oder rot, mehr oder weniger scharf. Chilis brennen immer auf der Zunge. Rote Sorten schmecken fruchtig und süßlich-herb, bei grünen überwiegt die
herb-bittere Note. Schmecken pur, eingelegt oder in Schmorgerichten.

Kurkuma Auch Gelbwurz genannt, ist er mit dem Ingwer verwandt. Unter der korkartigen bräunliche Schale versteckt sich im Innern des Wurzelstocks leuchtend orangefarbene Würze, im Geschmack leicht harzig, angenehm brennend, herb. Aromatisiert asiatische Gerichte und färbt intensiv gelb.

Meerrettich Die bräunliche pfahlartige Wurzel wird bis zu 60 Zentimeter lang. Senföle geben dem weißlichen Inneren charakteristische Schärfe, die sich an der Luft aber schnell verflüchtigt. Frisch gerieben eine klassische Würze zu Siedfleisch oder Fisch.

5 Tipps zu Lagerung und Verkauf

  • Chilis stammen aus Spanien, den Niederlanden, Deutschland, Marokko oder Ägypten. Ingwer aus China, Peru oder Uganda. Peru liefert von Oktober bis Januar Kurkuma. Knoblauch stammt aus Frankreich, Spanien, Italien und Argentinien. Deutscher Meerrettich ist lieferbar von Oktober bis Januar.
  • Lagerung Knoblauch: 0 bis 1 Grad; Meerrettich: 0 bis 4 Grad; Ingwer und Kurkuma: 3 Grad; Peperoni: 7-8 Grad. Bis auf Knoblauch und Peperoni halten sich die Gewürze lange, Meerrettich bis zu einem Jahr. Möglichst solitär aufbewahren: Gewürze geben nicht nur Geruch ab, sie nehmen ihn auch an.
  • Ingwer hilft bei Reisekrankheit, Kurkuma der Verdauung. Meerrettich fördert die Durchblutung und putzt Nase und Rachen durch. Knoblauch hält Blutgefäße geschmeidig und hemmt das Wachstum von Pilzen und Bakterien. Chili regt Verdauung und Durchblutung an und bekämpft Bakterien.
  • Ingwer, Peperoni und Kurkuma würzen intensiver, je länger sie mitgekocht werden. Kurkuma färbt Speisen tiefgelb. Knoblauch kurz vor Ende der Garzeit zugeben. Meerrettichschärfe am besten roh genießen und schnell verbrauchen. Sonst kurz vor Servieren in Sauce oder Gericht einrühren.
  • Zu scharf gewürzt? Dann hilft es, schnell einen Bissen Brot kauen, mit Milch oder Sahne abmildern. Fett und Alkohol mildern Schärfe. Gegen Knoblauchgeruch soll Petersilie essen oder Milchtrinken helfen. Wenn Kurkuma den Esstisch verfärbt hat, kann Alkohol den Fleck entfernen.

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