Wissen. Was die Branche bewegt
Steckbrief

Exotische Gewürze

Wer Lebensmittel verkauft, kommt an Gewürzen nicht vorbei. Sie vervielfachen das Aromaspektrum jeder Küche. Außerdem benötigen sie wenig Regalfläche und versprechen attraktive Handelsspannen.

11.10.2017 vonGudrun Ambros

Wer Lebensmittel verkauft, kommt an Gewürzen nicht vorbei. Sie vervielfachen das Aromaspektrum jeder Küche. Außerdem benötigen sie wenig Regalfläche und versprechen attraktive Handelsspannen.

Kardamom präsentiert sich in grün-beigen Kapseln, die kleine runzlige Früchte enthalten. Das Gewürz schmeckt frisch in Richtung Zitrone-Eukalyptus, beduftet orientalischen Kaffee und Chai, indischen Reis, arabische und asiatische Gewürzmischungen sowie europäisches Weihnachtsgebäck.

Koriandergrün sieht aus wie glatte Petersilie, schmeckt aber intensiver. Es verfeinert asiatische Speisen sowie mexikanische Guacamole. Die kleinen beige-braunen kugeligen Korianderfrüchte entwickeln nussig-süßliches Aroma mit bitterem Anklang, gehören ins Curry und aromatisieren Brot.

Kreuzkümmel / Cumin ist mit Kümmel verwandt und sieht ihm ähnlich; er ist etwas heller und zarter, schmeckt intensiv würzig, etwas bitter und leicht scharf. Seine Aromen bereichern die Küchen Indiens, Lateinamerikas und arabischer Kulturen.

Zitronengras / Lemongras wird oft frisch vermarktet. Aus einer weißen Verdickung wachsen ineinander geschachtelte lange grüne Blätter. Verwendbar sind alle oberirdischen Pflanzenteile. Sie duften zitronig und verfeinern asiatische Suppen, Getränke, Würzpasten und Desserts.

Schwarzkümmel gehört trotz seines Namens nicht zur Familie der Kümmelpflanzen. Die schwarze, sesamähnliche Saat liefert geschmacklich eine anfangs bittere, dann leicht scharfe, pfeffrige Note. Im Nahen Osten und in der Türkei aromatisiert er Fladenbrote, in Ägypten den Kaffee.

5 Tipps zu Lagerung und Verkauf

  • Gewürze verbrauchen vergleichsweise wenig Regalraum und versprechen gleichzeitig hohe Gewinnspannen. Fachleute empfehlen wegen des hohen Cross-Selling-Effekts – Kunden kaufen ergänzend gerne weitere Produkte – die Ware möglichst schon zu Beginn des Kundenlaufs oder in der Nähe von Frischetheken zu platzieren.
  • Getrocknete Ware hält sich 12 bis 24 Monate, vorausgesetzt, sie lagert kühl, dunkel und trocken. Feuchtigkeit lässt pulverisierte Produkte leicht verklumpen oder schimmeln; bei zu hohen Temperaturen – empfohlen sind maximal 20 Grad – verdunsten die ätherischen Öle schneller. Bei der Lagerung ist zu beachten, dass Gewürze leicht Gerüche aufnehmen
  • Gewürze sind meist getrocknete, oftmals auch zerkleinerte Pflanzenteile, die wegen ihres besonders intensiven Aromas oder Dufts als Zutat in der Küche geschätzt werden. Ihre Würzkraft beruht vor allem auf leicht flüchtigen ätherischen Ölen.
  • Frisch, getrocknet und in unterschiedlichen Graden zerkleinert werden Gewürze angeboten. Je weniger zerkleinert, desto besser hält sich das Aroma, die ätherischen Öle verfliegen weniger schnell. Kardamom als Pulver schmeckt weniger intensiv, weil nicht nur die Samen, sondern auch die geschmacklose Samenhülle mit vermahlen wird.
  • Sie können mehr als Speisen verfeinern: Viele Gewürze fördern die Verdauung und bringen antibiotische Wirkstoffe mit sich, die einerseits Verdauungsbeschwerden, Entzündungen und Infektionen lindern sollen, andererseits helfen, Lebensmittel haltbar zu machen.

Kommentare

Das könnte interessant sein ...

Ähnliche Beiträge