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Spargelsaison: Beliebte Bio-Sorten und ihre Besonderheiten

Das Feinschmeckergemüse wird jährlich nur rund zwei Monate lang angeboten. Dennoch verzehrt jeder Deutsche im Schnitt immerhin 1,7 Kilo pro Jahr. Die wichtigsten Tipps, worauf bei Lagerung und Verkauf des saisonalen Gemüses ankommt.

30.04.2021 vonGudrun Ambros

In Deutschland wird Spargel ab Mitte bis Ende April gestochen. Beendet wird die Erntezeit meist am 24. Juni, dem sogenannten „Spargelsilvester“.

Das Feinschmeckergemüse wird jährlich nur rund zwei Monate lang angeboten. Dennoch verzehrt jeder Deutsche im Schnitt immerhin 1,7 Kilo pro Jahr. Die wichtigsten Tipps, worauf bei Lagerung und Verkauf des saisonalen Gemüses ankommt.

Weißer Bleichspargel: Weil er geerntet wird, bevor sich seine Spitze durch die Erde drückt, behält dieser Spargel seine weiße Farbe. Er hat ein dezentes, feines Aroma, gelegentlich mit leicht bitterem Anklang.

Grünspargel: Er wächst über der Erde und baut unter Lichteinfluss Chlorophyll auf. Grüner Spargel liefert etwas mehr Vitamin C und Betacarotin als der weiße, ist schlanker, schmeckt herzhafter. Er gart schneller und muss höchstens unten geschält werden.

Purpurspargel: Die lila Rarität gedeiht oberirdisch und bietet fein nussiges, leicht süßes Aroma, etwas herzhafter als Grünspargel. Hitze wandelt das Lila – Zeichen für den Farbstoff Anthozyan – zu dunkelgrün. Daher am besten roh genießen.

Wilder Spargel: Ihn findet man im Mittelmeerraum: Wild wachsender Spargel ist grün, sehr schlank und würzig. Gelegentlich bauen Bio-Landwirte hierzulande näher oder ferner verwandte Kultursorten an.

Violetter Bleichspargel: Lila Köpfe und etwas kräftigeres Aroma kennzeichnen ihn – das Köpfchen, für kurze Zeit nur über der Erde, hat Sonnenlicht abbekommen und konnte so den Farbstoff Anthozyan bilden.

5 Tipps zu Lagerung und Verkauf

  • Spargel wird ab Mitte April bis spätestens 24. Juni geerntet und stammt größtenteils aus deutschen Landen. Importe aus Griechenland, Spanien und Italien gibt es ab März, grünen Spargel bis in den Juli hinein.
  • Je frischer, desto besser die Spargelqualität. Professionell gelagert – Kühlkette, ein bis zwei Grad Celsius, 90 bis 95 Prozent Luftfeuchtigkeit – soll er bis zu drei Wochen halten. Die übliche Empfehlung, gekühlt, dunkel und feucht gelagert, lautet mehre Tage.
  • Weißen Spargel liegend lagern und vorsichtig behandeln, er bricht leicht. Grünen Spargel am besten in Bündeln und stehend aufbewahren, sonst werden die Stangen krumm. Seine Köpfe strecken sich dem Licht entgegen.
  • 90 Prozent Wasser, kalorienarm, ballaststoffreich, reich an Vitaminen und Mineralstoffen – das Genießergemüse ist gesund. Nachteil des hohen Wassergehalts: Sobald sich Schimmel zeigt, sollte die ganze Stange nicht mehr verzehrt werden.
  • Organischer Dünger unterstützt Bio-Spargel beim Wachsen; Kulturschutznetze, Neem und Nützlinge helfen Schädlinge in Schach zu halten, Unkraut entfernt die Hacke. Gegen Pilze helfen große Abstände beim Anbau.

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