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Bio im Test

Pflanzengift im Hirse-Toast

Ökotest hat glutenfreie Produkte ins Labor geschickt. Das fand in einem Bio-Toast ungesunde Mengen an Tropanalkaloiden.

27.11.2020 vonLeo Frühschütz

In glutenfreiem Toast fand Ökotest Tropanalkaloide. (Symbolbild)

Ökotest hat glutenfreie Produkte ins Labor geschickt. Das fand in einem Bio-Toast ungesunde Mengen an Tropanalkaloiden.

20 glutenfreie Produkte hat Ökotest unter die Lupe genommen, sieben davon stammten aus Bio-Anbau.

Das Braunhirse Toastbrot von Werz bewertete Ökotest mit „ungenügend“. Der Grund war ein Gehalt an Tropanalkaloiden, der bei kleineren Kindern beim Verzehr von zwei Toastscheiben zu einer Überschreitung des gesundheitsbezogenen Richtwerts führen würde. „Akute Verfgiftungserscheinungen sind nicht auszuschließen“, schrieb Ökotest. Der giftige Naturstoff stammt von den Samen von Nachtschattengewächsen wie Stechapfel oder Bilsenkraut, die versehentlich mit der Hirse geerntet wurden. Anm.d.Red.: BioHandel hat die Naturkostmühle Werz um eine Stellungnahme gebeten und wird sie nachreichen.

Die Note „sehr gut“ bekamen die Buchweizen Fusilli von Felicia, das Buchweizenbrot von Alnavit, das Vitalbrot der Hammermühle und die Hirseschnitten von Schnitzer. Die dm Bio Fusilli wurden um eine Stufe auf „gut“ abgewertet, weil der Gehalt an anorganischem Arsen „erhöht“ war. Bei den Reis-Spaghetti von Rapunzel war er „stark erhöht“, das ergab die Note „befriedigend". Der gemessene Wert lag laut Ökotest zwischen 100 und 200 Mikrogramm je Kilogramm. Der Grenzwert für Reisprodukte wie Reiswaffeln beträgt 300 Mikrogramm je Kilogramm. Das Arsen wird vom Reis aus dem Boden aufgenommen. Bei drei konventionellen Produkten aus Mais und Reis stellte das Labor „erhöhte“ Glyphosatwerte fest.

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