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Bio im Test

Öko-Allzweckreiniger lösen Fett nicht gut genug

Im Ökotest schnitten Reiniger aus dem Fachhandel schlechter ab als die konventionelle Konkurrenz. Hersteller reagierten mit Kritik an der Prüfmethode.

02.11.2020 vonLeo Frühschütz

In Öko-Reinigern befinden sich sehr milde pflanzliche Zuckertenside.

Im Ökotest schnitten Reiniger aus dem Fachhandel schlechter ab als die konventionelle Konkurrenz. Hersteller reagierten mit Kritik an der Prüfmethode.

Unter den 23 Allzweckreinigern, die Ökotest untersuchte, waren auch die vier gängigen Marken aus dem Bio-Fachhandel: Almawin, Ecover Essential, Sodasan und Sonett. Sie alle hatten Probleme damit, fettigen Schmutz zu lösen, wiesen Deklarationsmängel auf und bekamen deshalb die Note „befriedigend“. Elf herkömmliche Reiniger schnitten dagegen mit „sehr gut“ oder „gut“ ab.

Ökotest führte die Probleme beim Fett darauf zurück, dass die Öko-Reiniger mit sehr milden pflanzlichen Zuckertensiden arbeiten. Für weniger starken Schmutz durchaus geeignet, lautete das Resultat der Tester.

Mit Tensiden auf Erdölbasis hat Ökotest kein Problem. „Ob pflanzlich oder synthetisch: Alle in Reinigungsmitteln eingesetzten Tenside müssen biologisch abbaubar sein, das ist rechtlich so vorgeschrieben“, schrieb Ökotest und machte deshalb in der Bewertung keinen Unterschied.

Hersteller kritisieren die Prüfmethode

„Mehrere Anbieter kritisierten unsere Praxisprüfung und gaben an, dass ihre Produkte in anderen Tests besser abgeschnitten hätten“ teilte Ökotest noch mit. Sodasan habe zudem bemängelt, dass die Methodik zähflüssigere Produkte benachteilige. „Das von uns beauftragte Prüfinstitut testete in Anlehnung an eine Empfehlung der Industrie“, antwortete das Magazin.

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