Biohandel

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Steckbrief

Was Sie schon immer über Nüsse wissen sollten

Nüsse sind klein aber nährstoffreich und liefern langanhaltend Energie: Was die kleinen Kraftwerke ausmacht, wie man sie am besten lagert – und welche vermeintliche Nuss eigentlich gar keine ist.

Haselnuss

In einem grünen, zur Reifezeit brau­nen, blattähnlichen Kelch versteckt sich die braun glänzende Haselnuss, darunter ihr süßlich-nussiger Kern. Bio-Herkunftsländer: Italien, Türkei, Aserbeidschan

Walnuss

Eine grüne und glatte Hülle um­schließt die gefurchte Schale der Walnuss. Darunter sitzt der runzlige Kern, leicht-herb und mild-süß im Geschmack. Herkunft Bio-Ware: Osteuropa, Kirgistan, Indien, Chile.

Mandel

Eine porige Schale umgibt den ovalen Kern. Darüber legt sich die samtige Fruchthülle. Mandeln sind eigentlich keine Nüsse, sondern Steinfrüchte. Sie schmecken mild-nussig und süß. Herkunft Bio-Ware: Mittelmeerländer, Kalifornien.

Pistazie

Die grünen Kerne werden von einer hellen glatten Schale geschützt. Ihr Aroma ist süß und mandelartig. Bo­tanisch gesehen gehören sie eigent­lich zu den Steinfrüchten. Herkunft im Biohandel: Spanien, Türkei, Iran.

Marone

Unter stachliger Hülle sitzen bis zu drei dunkelbraun glänzende Nüsse. Roh sind die Esskastanien fad, Hitze verwandelt enthaltene Stärke in Zucker. Maronen liefern viel Stärke und wenig Fett. Herkunftsländer für Bio-Ware: Italien, Frankreich.

Pinienkern

Die hellen kleinen Samen aus den Kiefernzapfen der Pinie zählen zu den Steinfrüchten. Sie haben eine butterzarte Konsistenz, schmecken fein-mild und leicht harzig. Bio-Herkunftsländer: Italien, Türkei, Spanien, China, Pakistan.

Fünf Tipps zu Lagerung und Verkauf

Nüsse sind fett- und eiweißreiche Samen, die von min­destens einer Schale umschlossen werden. Sie liefern wertvolle ungesättigte Fettsäu­ren und reichlich Bal­laststoffe. Nüsse ma­chen schnell und lang­anhaltend satt.

Die meisten der hier vorgestellten Nüs­se und Kerne werden im Herbst geerntet, Pi­nienkerne im Frühjahr. Mandeln, Hasel- und Walnüsse wachsen auch hierzulande. Teils gelangen sie im Spät­herbst in den lokalen Biohandel.

Bio-Nüsse wachsen ohne Hilfe chemisch-synthetischer Dünge- und Pflanzen­schutzmittel. Ihre Scha­le darf nicht mit Schwefel gebleicht werden, daher er­scheint sie gelegentlich fleckig oder dunkler.

Verpackte Ware hält sich bis zu einem Jahr, aber deutlich kürzer, wenn die Nüsse gemahlen sind. Ungeschält für den of­fenen Verkauf können sie mehrere Monate lagern. Nüsse kühl, dunkel und trocken aufbewahren.

Nüsse sind anfäl­lig für Schimmel. Die­ser entwickelt Aflato­xin, ein Gift, das auch durch Kochen nicht zerstört wird. Hinweise auf Verderb geben dunkle Stellen im Kern, Spinnenfäden im Nuss­mehl und ein ranziger, muffiger Geruch.

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