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Bio im Test

Nicht alle Veggie Burger-Patties überzeugen im Geschmack

Die Stiftung Warentest hat Veggie Burger verkostet. Die mit Aromen aufgepimpten konventionellen Patties schmeckten den Testern besser als die Bio-Varianten.

29.04.2021 vonLeo Frühschütz

Insgesamt schnitten konventionelle Patties bei der Sensorik besser ab.

Die Stiftung Warentest hat Veggie Burger verkostet. Die mit Aromen aufgepimpten konventionellen Patties schmeckten den Testern besser als die Bio-Varianten.

18 Veggie-Patties haben die Tester ins Labor geschickt, gebraten und gegessen. 16 davon waren vegan, sieben bio. Die besten Bio-Patties waren der Jackfruit Burger von Lotao mit „gut (2,4)“ sowie der Super Hero Burger von Wheaty und ein Produkt aus dem Drogeriemarkt mit jeweils „gut (2,5)“. Nur wenige Zehntel dahinter, aber nur noch „befriedigend“ schnitten zwei Produkte von Veggie-Versendern ab und der Cashew Black Bean Burger von Soto mit „befriedigend (2,9)“. Etwas abgeschlagen mit „befriedigend (3,5)“ lag der Cashew Black Bean Burger von Alnatura auf dem letzten Bio-Platz. Der Grund dafür war die Note „ausreichend“ bei den Schadstoffen, bedingt durch einen „hohen“ Gehalt des Fettschadstoffes MCPD-3, der allerdings die Grenzwerte noch einhält, wie die Stiftung anmerkte.

Besonders lecker: Beyond Meat

Auch für Soto meldete sie eine „hohe“ MCPD-3-Konzentration, allerdings schmeckte der Soto-Patty den Testern besser, was die Gesamtnote nach oben zog. Mit einer glatten „2,0“ war Soto bei der Sensorik neben dem Burger von Nu3 das beste Bio-Produkt. Die anderen kamen auf „2,5“ oder „3,0“. Weniger gut schmeckte nur der Iglu-Burger, den die Stiftung wegen hoher Schadstoffbelastung als „mangelhaft“ bewertete. Insgesamt jedoch schnitten die konventionellen Patties bei der Sensorik besser ab: Fünf mal „2,0“, zweimal „1,5“ und einmal sogar die Bestnote „1,0“ für den Burger von Beyond Meat, der auch insgesamt Testsieger wurde.

Aromatisierte HighTech-Burger

Die Stiftung erklärt ausführlich, welche hochverarbeiteten HighTech-Produkte solche Veggie-Patties sind, mit Aromen, färbenden Zutaten und chemisch veränderter Zellulose als Verdickungsmittel angerührt und durch den Extruder gejagt. Von den sieben Bio-Patties dagegen kamen fünf ganz ohne Zusatzstoffe aus, die anderen beiden enthielten je einen für Bio zugelassenen Zusatz.

Kritisch merkt die Stiftung an, dass manche Rohware weite Wege zurücklegte und nennt die drei Bio-Burger mit in Indien angebauter Jackfruit als Hauptzutat.

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