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Bio im Test

Naturkosmetik-Shampoos für Kinder können in den Augen brennen

Die Stiftung Warentest nahm Kindershampoos unter die Lupe und fand heraus: Die meisten konventionellen Shampoos im Test waren verträglicher.

Vier der 13 von der Stiftung Warentest untersuchten Kindershampoos trugen ein Naturkosmetik-Logo. Mit „gut (2,3)“ schnitt das Shampoo-Pulver von Secrets du Provence insgesamt noch am besten ab.

Für Weleda gab es die Note „befriedigend (2,6)“ bedingt durch eine als „befriedigend“ bewertete Kämmbarkeit. Das Shampoo von Lavera bewertete die Stiftung mit „befriedigend (3,2)“, wozu insbesondere Deklarationsmängel beitrugen. Gleiches gilt für das Shampoo-Pulver von Eliah Sahil, das mit eine Gesamtnote von „befriedigend (3,4)“ auf den letzten Platz kam.

Zutaten mit reizender Wirkung

Stiftung Warentest überprüfte auch, ob die Tensidmischung der Shampoos für Augen und Schleimhäute verträglich ist. Weleda bekam hier die Bestnote „1,0“, während die anderen drei Naturkosmetik-Shampoos lediglich auf „3,0“ kamen. Nur ein konventionelles Shampoo erhielt ebenfalls eine „3,0“, alle anderen waren verträglicher. „Natürlich heißt nicht immer gut verträglich“, kommentierten die Tester das Ergebnis.

Ein Blick in die Zutatenlisten zeigt: Eliah Sahil wäscht die Haare mit Heilerde und Waschnuss-Pulver. Womöglich sind dessen Saponine für die leicht reizende Wirkung verantwortlich. Bei Lavera sind es Coco-Sulfate und Lauryl Glucoside, die Standard-Tenside auch für Erwachsenen-Shampoos.

Weleda verwendet Glutamate, die als die verträglichsten rein pflanzlichen Tenside gelten. Secrets du Provence reinigt mit Sulfosuccinaten und Coco-Glucosiden sowie Cocamidopropyl Betain, das zwar gut verträglich ist, aber einen Erdölbetandteil enthält.

Bessere Kämmbarkeit durch Polymere

Die beiden konventionellen Testsieger sowie zwei weitere Shampoos enthielten flüssige Polymere als Filmbildner. Das bescherte ihnen Bestnoten bei der Kämmbarkeit, allerdings sind diese Substanzen schwer abbaubar, wie die Stiftung einräumt.

Da die Umweltauswirkungen nur schwer abschätzbar seien, verzichte man auf eine Bewertung, schrieb die Stiftung. Anders als etwa der Umweltverband BUND zählt Stiftung Warentest diese Polymere nicht zum Mikroplastik.

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