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Kunden bei beliebten Gewürzmischungen richtig beraten

Die exotische Küche wird immer populärer und rückt damit deren Gewürze in den Fokus. Alles Wichtige zur Zusammenstellung, Lagerung und zum Verkauf fünf nachgefragter Bio-Würzmischungen.

06.11.2020 vonGudrun Ambros

Gewürzmischungen werden gern verwendet, um Gerichte aus anderen Ländern zuzubereiten.

Die exotische Küche wird immer populärer und rückt damit deren Gewürze in den Fokus. Alles Wichtige zur Zusammenstellung, Lagerung und zum Verkauf fünf nachgefragter Bio-Würzmischungen.

Garam Masala bedeutet „heißes Gewürz“. Wichtige Zutaten sind Koriander, Kreuzkümmel, Fenchel, Zimt, Nelke und Kardamom – zitronig, süßlich und scharf. Passt zur ayurvedischen Küche und zu Currys.

Aus Indien

Curry ist die britische Interpretation des indischen Masala, würzig-lieblich oder würzig-scharf. Typischerweise enthalten sind Kreuzkümmel, Koriander, schwarzer Pfeffer und Bockshornklee, vor allem das gelbe Kurkuma.

Berbere ist scharf und würzig. Typische Bestandteile sind Chili, Ingwer, Knoblauch, Piment, Nelke und Koriander. Gehört ins äthiopische Nationalgericht Doro Wat: Hühnerschenkel in scharfer Soße, die mit Fladenbrot aufgetunkt wird.

Aus Äthiopien

Ras el Hanout heißt so viel wie „Chef des Ladens“. Enthalten sind Zimt, Nelken, Muskat, Chili, Ingwer, Kreuzkümmel, Koriander, Bockshornklee und mehr – süß und scharf. Für Lammgerichte, Gemüseeintöpfe, Couscous, Reis.

Aus Nordafrika

Harissa schmeckt feurig-scharf. Zutaten sind Chilis, Kreuzkümmel, Koriander, Cayenne-Pfeffer, Tomatenflocken, Knoblauch, oft Minze und mehr. In Öl verrührt als Dip, zu Couscous, Reisgerichten, Marinaden.

Aus Nordafrika

5 Tipps zu Lagerung und Verkauf

  • Bio-Gewürze werden umweltschonend angebaut, sind aber aufgrund der belasteten Umwelt selten ganz frei von Pestiziden. Bei Kontrollen schneiden sie aber mit Abstand besser ab als konventionelle.
  • Bio und Fair sollten gerade beim Verkauf von Gewürzen Hand in Hand gehen. Die Waren stammen großteils aus Ländern, in denen die Handelspartner ganz besonders auf fairen Umgang und faire Bezahlung angewiesen sind.
  • Gewürzmischungen sind in der Regel stark vermahlen und verlieren ihre Aromen schneller als nicht zerkleinerte Gewürze. Sie sollten trocken, dunkel und bei Zimmertemperatur lagern.
  • Gewürzzubereitungen enthalten im Gegensatz zu Mischungen auch andere geschmacksgebende Stoffe. Gewürzsalze bestehen zu mindestens 40 Prozent aus Salz und 15 Prozent Gewürzen.
  • Die Blätter des Currystrauchs sind weich, silbrig-grün und verströmen ein Curry-Aroma. Currykraut wird als Gewürzpflanze eingesetzt. Die Blätter des tropischen Curryblattbaums dienen in Indien auch als Würze.

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