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Steckbrief

Pfeffer – variantenreicher als Viele wissen

Er ist als Standardgewürz in der Küche unentbehrlich: Genießer wissen, Pfeffer ist mehr als nur scharf und schätzen seinen Variantenreichtum.

Schwarze Pfefferkörner

Schwarzer Pfeffer wird noch vor der Reife geerntet, wird er durch Fermentieren und Trocknen schwarz und schrumpelig. Er schmeckt fruchtig-scharf und würzt traditionell fast alle herzhaften Gerichte. Indien.

Weiße Pfefferkörner

Weißer Pfeffer ist der getrocknete glatte, helle Stein der reif geernteten Pfefferfrucht. Er hat eine reinere Schärfe als der schwarze, gehört in helle Saucen und passt gut zu hellem Gemüse, Hühnerfleisch und Fisch. Indien.

Grüne Pfefferkörner

Grüner Pfeffer wird grün geerntet und sofort gefriergetrocknet oder eingelegt, damit er nicht fermentiert. Er ist noch weich, nur dezent scharf und schmeckt krautig-frisch. Passt in Marinaden, Dips und Brotaufstriche. Indien.

Rosa Pfefferkörner

Rosa Pfeffer ist eigentlich gar keiner. Die roten Früchte des mit dem Cashew verwandten Chinus-Baums sind blumig-süß, wacholderähnlich und nur leicht pfeffrig. Attraktiv in Quark, Fischgerichten, Salat, Schokolade und Desserts. Lateinamerika.

Kubebenpfeffer-Körner

Kubebenpfeffer schmeckt holzig-bitter und eukalyptusartig. Die Körner sind etwas größer als beim schwarzen und haben einen kleinen Stiel. Klassischer Bestandteil der Gewürzmischung Ras el Hanout. Indonesien.

Langer Pfeffer

Langer Pfeffer erinnert im Aussehen an dunkelbraune Blütenstände von Birken und schmeckt intensiv-scharf, süßlich-erdig und sehr facettenreich. Für Saucen, Eintöpfe, Fleisch, auch Süßspeisen. Indien.

5 Tipps zu Lagerung und Verkauf

  • Pluspunkte für Bio: Bei Anbau, Lagerung und Transport von Pfeffer werden keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel eingesetzt, was das Risiko von Rückständen deutlich mindert und diejenigen schont, die mit der Ernte umgehen.  
  • Edle Spezialsorten sind Trend. Beispiels­weise Malabarpfeffer mit seiner warmen Schärfe, Tellicherry mit facettenreichem und harzig-nussigem Aroma, Szechuanpfeffer mit zitroniger Note oder der tasmanische Pfeffer: leicht süßlich, aber beißend scharf.  
  • Optimal entfaltet Pfeffer sein Aroma, wenn er frisch gemahlen oder gemörsert wurde und erst nach dem Garen ans Gericht kommt. Alternativ können ganze Pfefferkörner auch mitkochen.  
  • Pfeffer, insbesondere der gemahlene, sollte kühl, trocken und dunkel verwahrt werden, dann behält er mehrere Jahre seine Qualität. Gemahlen verliert er sein Aroma schneller, daher MHD beachten. 
  • Das Alkaloid Piperin macht den Pfeffer scharf und wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Es fördert die Bildung von Verdauungssäften und verbessert die Bioverfügbarkeit anderer Nährstoffe.
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