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Bio im Test

Bio-Garnelen schneiden „gut“ ab

Die Stiftung Warentest hat Garnelen unter die Lupe genommen. Die meisten Bio-Produkte schnitten dabei gut ab. Zwei fanden die Tester nicht so lecker. Auch die Siegel auf den Verpackungen wurden bewertet.

18 Produkte mit tiefgekühlten Garnelen haben die Tester von Stiftung Warentest eingekauft und bewertet, rohe ebenso wie vorgekochte. Die meisten stammten aus Zuchtanlagen in den Tropen.

Die rohen Garnelen von Biopolar standen mit „gut (1,8)“ auf dem Siegerpodest, dicht gefolgt von Rewe Bio mit „gut (2,1)“ sowie Bio-Garnelen von Aldi und Alnatura mit „gut (2,2)“. Im Mittelfeld lagen die Garnelen von Followfish mit „befriedigend (2,6)“. Hier bemängelten die Tester einen „sehr leicht dumpfen“ Geschmack.

Die Black Tiger Garnelen von Edeka Bio schmeckten „leicht bitter“ und „leicht modrig“ und waren „am Kopf vergraut“. Zudem enthielten sie so viel Chlorat, dass eine 100-Gramm-Portion bereits die tolerierbare Tageszufuhr ausschöpfte. Dafür gab es die Gesamtnote „ausreichend (4,1)“ und die rote Laterne im Test.

Naturland ist das beste Siegel

Bei den Zuchtgarnelen bewertete die Stiftung Warentest die Siegel von Naturland, EU-Bio sowie des konventionellen ASC (Aquaculture Stewardship Council). „Naturland stellt die höchsten Ansprüche, die auf den Farmen auch sehr gut umgesetzt wurden“, schrieb die Stiftung.

Der ASC sei „zwar sehr gut in manchen Prüfpunkten, sein Anforderungsniveau ist insgesamt aber nicht so hoch wie bei den beiden anderen Siegeln“. Denn er macht keine Vorgaben zur Besatzdichte, während Naturland nur 15 Garnelen je Quadratmeter Teich zulässt und EU-Bio 22 Tiere. Auch erlaubt der ASC gentechnisch verändertes Futter. Dafür setzt er wie Naturland auch soziale Standards, die beim EU-Biosiegel fehlen.

Bei EU-Bio bemängelte die Stiftung auch, dass Rückverfolgung und Umsetzung nur schwer nachvollziehbar seien. Denn: „Für Vergabe und Kontrolle des Siegels sind diverse Zertifizierungsstellen und Kontrollbehörden im Ursprungs- wie Importland zuständig.“ Aus Verbrauchersicht wäre mehr Transparenz wünschenswert, folgerten daraus die Tester. Sie vergaben deshalb an das EU-Biosiegel kein Gesamturteil für die Aussagekraft, während diese bei Naturland mit „sehr hoch“ und beim ASC mit „hoch“ bewertet wurde.

Keine Schnäppchen

Garnelen sind auch in der Preiseinstiegsvariante ein Luxusprodukt. 100 konventionelle Gramm kosteten die Tester 1,51 bis 1,67 Euro. Die günstigste Bio-Variante von Aldi lag mit 1,78 Euro nur wenig darüber.

Edeka, Rewe und Alnatura verlangten 2,61, 2,78 und 3,10 Euro. Followfish war mit 3,90 Euro noch etwas günstiger als die konventionellen Herstellermarken, während Biopolar mit 4,65 Euro leicht darüber lag. (leo)

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