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Bio im Test

Aluminium in grünem Bio-Tee

Die Stiftung Warentest hat grünen Tee auf diverse Schadstoffe untersucht. Problematisch fanden die Tester die bisher unbeachteten Aluminium-Gehalte in zwei Bio-Tees.

24 Grüne Tees, davon die Hälfte bio, sowie drei Bio-Matcha-Pulver hatte die Stiftung Warentest ins Labor geschickt. Bei Pestiziden, Pyrrolizidinalkaloiden und Antrachinonen hatten die Tester wenig auszusetzen.

Weniger zufrieden waren sie mit den gemessenen Gehalten an Aluminium. Zwar enthielten die meisten Tees keine bedenklichen Mengen des Leichtmetalls, aber doch so viel, dass „befriedigend“ die häufigste Note war. Den Bio-Tee von Aldi Nord, den Matcha von „dmBio“ sowie einen konventionellen Grüntee bewertete die Stiftung wegen hoher Aluminiumgehalte nur mit „ausreichend“ und schrieb dazu: „Vieltrinkern von grünem Tee raten wir davon ab, die drei hoch belasteten Tees dauerhaft zu trinken.“

Die besten Schadstoffnoten gingen an drei Bio-Tees: „Gut (2,1)“ an den Gunpowder von Tee Gschwendtner, „gut (2,2)“ an Rewe Bio Grüntee und „befriedigend (2,6)“ an den Ceylon Grüntee der Gepa.

Wie kommt Alu in den Tee?

Aluminium ist ein häufiges Metall im Boden und wird von den Teepflanzen aufgenommen und in den Blättern angereichert. Deshalb enthalten jung gepflückte Blätter weniger Alu als alte Teeblätte – egal, ob später Schwarz- oder Grüntee daraus wird.

„Beim Aufbrühen der Blätter landet nur ein Teil in der Tasse, darum haben wir bei den klassischen grünen Tees die Menge im Aufguss geprüft“, schrieben die Tester. Diese hängt unter anderem auch von der Größe der Blätter ab, je kleiner sie sind (etwa in Teebeuteln) desto mehr Alu geht in Lösung.

Hohe Mengen Alu können auf Dauer Nerven, Nieren und Knochen schaden. Die europäische Lebensmittelbehörde EFSA hat eine tolerierbare wöchentliche Aufnahmemenge für Aluminium festgelegt: Ein Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht.

„Trinkt eine Frau, die 60 Kilogramm wiegt, täglich eine Tasse des am höchsten belasteten grünen Tees von Teekanne, würde sie 17 Prozent der tolerierbaren wöchentlichen Aufnahmemenge an Aluminium ausschöpfen, mit dem dm-Matcha 32 Prozent“, schrieb die Stiftung. Da Menschen über andere Lebensmittel ebenfalls Aluminium zu sich nehmen, ist diese Menge durchaus relevant. (leo)

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