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Grüntee-Aromen kennen und erklären

In den Regalen der Naturkostläden hat sich Grüner Tee einen festen Platz erobert. Doch bei der Unterscheidung der Sorten sowie der Lagerung des Trockenprodukts gibt es einiges zu beachten. Alles Wichtige auf einen Blick.

21.01.2021 vonGudrun Ambros

Grüntee verliert schnell sein Aroma, deshalb sollte er luftdicht und möglichst kühl gelagert werden.

In den Regalen der Naturkostläden hat sich Grüner Tee einen festen Platz erobert. Doch bei der Unterscheidung der Sorten sowie der Lagerung des Trockenprodukts gibt es einiges zu beachten. Alles Wichtige auf einen Blick.

Bancha: Am Ende der Pflücksaison geerntet, ist er eher koffeinarm. Der klassische japanische Alltagstee für zwischendurch oder zum Essen schmeckt weich, kaum grasig, dafür delikat herb. Er eignet sich gut für Einsteiger.

Sencha: Er wird in Japan am meisten getrunken. Seine Blätter werden mehrfach gerollt und erinnern an Tannennadeln. Er schmeckt mild, grasig-frisch, feinherb. Auch eine gute Wahl für Grüntee-Anfänger. Koffeinreich.

Matcha: Der fein gemahlene edle Grüntee, Mittelpunkt der japanischen Teezeremonie, wird ins heiße Wasser eingerührt, so dass ein schaumiges dunkelgrünes Getränk entsteht. Im Aroma cremig-süßlich und kastanienartig-herb, koffeinreich.

Gunpowder: Die Blätter werden nach der Ernte zu kleinen, eng gedrehten Kügelchen gerollt. Ihr Tee ist besonders reich an Koffein, schmeckt frisch, herb und leicht rauchig. Er wirkt sehr belebend.

Chun Mee: Der Name bedeutet „wertvolle Augenbraue“ und beschreibt das Aussehen der leicht gebogenen Teeblätter. Er liefert weniger Koffein als andere Grüntees und schmeckt kräftig-würzig, feinherb und hocharomatisch.

Jasmintee: Bei ihm aromatisieren frische Jasminblüten die Teeblätter und ergänzen das zartherbe Grüntee-Aroma mit einer blumig-sanften Note.

Kukicha: Für ihn werden die Stiele und Blattrispen fein geschnitten und verarbeitet, ein einfacherer Tee also. Er schmeckt frisch nussig-grasig mit einem Hauch von umami und wenig bitter. Wenig Koffein.

5 Tipps zu Lagerung und Verkauf

  • Grüner Tee wird aus Knospen und Blättern der Teepflanze Camellia Sinensis hergestellt. Direkt nach der Ernte geröstet oder gedämpft, bewahren diese ihre grüne Farbe, Aromen und wertvollen Inhaltsstoffe.
  • Aufgegossen wird er mit 70 Grad heißem Wasser: Aufkochen und fünf Minuten abkühlen lassen. Je edler der Tee, desto kühler die Aufgusstemperatur. Nach maximal zwei Minuten Ziehen ist er trinkfertig. Grüntees lassen sich mehrmals aufgießen.
  • Die grüne Variante verliert ihr Aroma schneller als Schwarztee. Feuchtigkeit, Sauerstoff und Licht setzen ihm zu. Er sollte also möglichst luftdicht verpackt sein. Tipp: Gut verschlossen im Kühlschrank lagern und alsbald verbrauchen.
  • Tester finden regelmäßig Spuren von Schadstoffen. Bio-Produkte sind zwar nicht immer schadstofffrei, weil sie in derselben Umwelt wachsen wie konventionelle, bei ihrem Anbau sind chemisch-synthetische Pestizide aber tabu.
  • Grüntee ist bekannt für seine wertvollen Inhaltsstoffe: viele Mineralien und Vitamin C, auch ordentliche Mengen an Fluorid, insbesondere aber die leicht bitter schmeckenden Catechine, die als besonders gesundheitsfördernd gelten.

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