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Bio im Test

Frische Spätzle mit einem Geheimnis

Alle von Ökotest verkosteten Spätzle schmeckten lecker. Doch wo kommen bei den konventionellen Produkten die Eier her?

30.04.2021 vonLeo Frühschütz

Bei den getesteten Bio-Spätzle war für Ökotest alles im grünen Bereich.

Alle von Ökotest verkosteten Spätzle schmeckten lecker. Doch wo kommen bei den konventionellen Produkten die Eier her?

Nur eine einzige Packung Bio-Spätzle haben Ökotester eingekauft. Sie stammte von Bio Verde und erhielt die Note „sehr gut“. Von den 19 konventionellen Spätzle-Packungen lagen sieben im grünen Bereich, die anderen waren „befriedigend“ oder „ausreichend“. Das Labor fand in einigen Produkten Mineralölbestandteile (MOSH) oder Pestizide.

Der Hauptkritikpunkt von Ökotest jedoch waren die Eier in den konventionellen Spätzle. Bei verarbeiteten Produkten muss der Hersteller nicht angeben, wie die Hühner gehalten wurde, deren Eier er verwendet. Selbst in Deutschland gibt es noch Eierproduzenten, die Hennen in sogenannten ausgestalteten Käfigen halten, die noch bis 2025 erlaubt sind. Von außerhalb der EU dürfen sogar Eier aus herkömmlichen Legebatterien eingeführt und verarbeitet werden.

Die Nachfrage von Ökotest bei den konventionellen Herstellern ergab, dass fast alle Eier aus Bodenhaltung einsetzen. Zwei Verarbeiter verwendeten Eier aus Freilandhaltung, aus Käfighaltung kamen keine. Für Bio-Spätzle sind natürlich Bio-Eier Pflicht. Da brauchts auch keine Nachfrage, das garantiert das Bio-Logo.

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