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Bio im Test

Top-Note für Bio-Tiefkühl-Fritten

Alle von Ökotest untersuchten Tiefkühl-Pommes Frites aus ökologischem Anbau sind uneingeschränkt empfehlenswert. Mit niedrigen Backtemperaturen ist auch das Acrylamid-Problem in den Griff zu bekommen.

Für den Fritten-Test hatte Ökotest 20 Beutel Tiefkühl-Pommes Frites eingekauft, sieben davon in Bio-Qualität. Ausgewählt wurden nur glatte, geschälte, ungewürzte Pommes, die sich für die Zubereitung im Backofen eignen. Für die Acrylamid-Prüfung wurde die niedrigste auf den jeweiligen Verpackungen angegebene Backtemperatur bei Umluft gewählt und die kürzeste angegebene Backdauer.

Das Labor suchte auch nach Fettschadstoffen, Mineralölkohlenwasserstoffen sowie Schwermetallen und Pestiziden. Auch Bakterien, Salmonellen und Listerien standen auf der Prüfliste. Die Verpackung wurde auf PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen untersucht.

Schließlich kamen auch die Sensoriker zum Zuge, um Geschmack und Geruch zu beurteilen. Ökotest verglich auch die auf der Verpackung angegebenen Fettgehalte mit den gemessenen und rechneten bei mit Nutri-Score ausgezeichneten Produkten aus, ob die Angaben auch stimmten. Geschmacksverstärker, Portionsgröße und Zubereitungsempfehlungen spielten ebenfalls eine Rolle.

Top-Noten trotz sensorischer Auffälligkeiten

Trotz der umfangreichen Prüfkriterien erreichten alle Bio-Tiefkühl-Pommes Frites die Note „sehr gut“. Dazu gehörten die Bioland-Fitten von Alnatura, Edeka und Schwarmstedter Bio, die Demeter Natur Cool Pommes Frites von Demeter Felderzeugnisse sowie die Naturland Pommes von Dennree, Aldi-Süd und Rewe.

Bei Demeter und Dennree gab es zwar sensorische Auffälligkeiten (teilweise nicht durchgebacken bzw. Schalenreste und Verfärbungen erkennbar), sie änderten jedoch nichts an der Gesamtnote. Acrylamid war in allen Produkten nur in Spuren feststellbar.

Auch die konventionellen Wettbewerber waren mit ihren Pommes weitgehend erfolgreich: Neun erreichten die Note „sehr gut“ und drei „gut“. Nur ein Produkt fiel wegen mangelhafter Inhaltsstoffe durch. Die Preisrange reichte von 1,89 Euro pro Kilo für konventionelle Ware bei Discountern und Handelsketten bis zu 5,48 Euro bei Demeter Felderzeugnisse für ein Bio-Produkt.

Für die Kundenberatung am POS

Um die Entstehung von Acrylamid zu vermindern, rät Ökotest die Backzeit so kurz wie möglich und die Temperatur so gering wie möglich zu halten: „Je gebräunter die Pommes, desto mehr Acrylamid hat sich beim Backen gebildet.“

Empfehlung: Maximale Backtemperatur bei Ober-und Unterhitze: 200 Grad, bei Umluft 180 Grad, in der Fritteuse 175 Grad. Dicke Pommes Frites wählen, weil sich Acrylamid nur in der äußeren Schicht bildet. Backpapier verwenden und Blech gut mit Pommes belegen, damit weniger Acrylamid entstehen kann. (Ho)

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