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Naturkosmetik im Test

Flüssig oder fest – Welche Körperbutter ist besser für die Umwelt?

Die Stiftung Warentest hat flüssige und feste Körperbutter miteinander verglichen. Beide Varianten haben ihre Vorteile – doch nur eine überzeugt im Umwelt-Check.

25.03.2022 vonRedaktion

Flüssige Lotion pflegt besser, urteilt die Stiftung Warentest.

Die Stiftung Warentest hat flüssige und feste Körperbutter miteinander verglichen. Beide Varianten haben ihre Vorteile – doch nur eine überzeugt im Umwelt-Check.

15 Lotionen hatte die Stiftung Warentest eingekauft, davon drei feste. Von den flüssigen Produkten war die Lotion von Alverde der Drogeriemarktkette DM die einzige mit Naturkosmetiksiegel. Sie bekam die Note „gut (2,1)“ in einem Feld, dessen Noten von 2,0 bis 2,6 reichten. Die drei festen Lotionen, allesamt mit Naturkosmetiksiegel, erhielten einheitlich die Note „befriedigend (3,0)“. Das betraf die Körperbutter von CMD, Alverde und Rosenrot.

Der Grund: Alle flüssigen Produkte erzielten bei der Feuchtigkeitsanreicherung die Note 2,0, alle festen die Note 3,0. Sie pflegten die Haut also messbar schlechter. „Lautete das Urteil für Feuchtigkeitsanreicherung befriedigend, konnte das test-Qualitätsurteil nicht besser sein“, schrieb die Stiftung dazu. Denn aus ihrer Sicht ist das der wichtigste Pflegeparameter für trockene Haut.

Zudem lassen sich die Festen „etwas schlechter auftragen und verteilen und ziehen nicht so schnell ein wie die meisten Klassiker“, fügte die Stiftung hinzu. Wegen einer großen Schachtel für einen kleinen Inhalt werteten die Tester die Verpackung von CMD als Mogelpackung.

Feste Körperbutter ist weniger umweltschädlich

„Fest gewinnt“ titelte die Stiftung Warentest und fasste zusammen: „Vom Rohstoff bis zur Entsorgung: Feste Lotion ist besser für die Umwelt als flüssige“. Basis der Bewertung war eine komplette Ökobilanz für jeweils eine Standardrezeptur „von der Rohstoffgewinnung über die Produktion und den Transport in den Handel bis zur Entsorgung der leeren Verpackungen“.

Im Ergebnis belasteten flüssige Lotionen die Umwelt fast viermal mehr als feste. Vor allem Herstellung und Verpackung schlugen hier zu Buche. Dabei erwiesen sich für flüssige Lotionen Flaschen aus recyceltem Kunststoff mit einfachem Klickverschluss als die beste Wahl für die Umwelt, während Flaschen mit Pumpspender deutlich schlechter abschnitten.

Die Stiftung verglich in ihrer Ökobilanz für flüssige Lotionen auch konventionelle und Naturkosmetik-Rezepturen. Dabei schnitt die Naturkosmetik-Lotion etwas besser ab, doch groß war der Unterschied nicht. (leo)

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