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Unkonventionelle Salate

Mit Ware außerhalb des Mainstreams kann ein Naturkostladen bei seiner Kundschaft punkten. Allerdings kostet das gelegentlich etwas mehr Mühe bei der Pflege.

22.04.2020 vonGudrun Ambros

Außergewöhnliche Salate haben ihre Berechtigung.

Mit Ware außerhalb des Mainstreams kann ein Naturkostladen bei seiner Kundschaft punkten. Allerdings kostet das gelegentlich etwas mehr Mühe bei der Pflege.

Zuckerhut erinnert in seiner Form an Spitzkohl. Seine hellgrünen, zarten Blätter schmecken nussig und etwas bitter. Sie munden nicht nur als Salat, sondern auch gedünstet. Lieferbar: Oktober bis Januar.

Treviso heißt der länglich geformte rot-weiße Radicchio-Salat mit herb-würzigem, leicht bitterem Aroma. Schmeckt auch gegrillt und überbacken. Lieferbar: Herbst/Winter.

Löwenzahn schmeckt erdig, herb-würzig und je nach Alter auch bitter, gut mit einer Vinaigrette auf Basis von Dijon-Senf und am besten im Frühjahr. Lieferbar: ganzjährig.

Mizunas weiße Blattstiele, gezähnte schmale Blätter, gehört zu den kohligen Asia-Salaten, trägt stark gefiederte, gezackte hellgrüne Blätter und schmeckt leicht nach Kohl. Lieferbar: Herbst bis Frühjahr.

Red Giant sehr dekorativ im Asia-Salat mit seinen grün-roten von roten Blattadern durchzogenen Blättern, liefert senfähnliche Schärfe und ein gutes Aroma. Lieferbar: Herbst bis Frühjahr.

Agano/Rouge Metis entwickelt meerrettichartige, würzige Schärfe. Er zählt zum Blattsenf und schenkt mit seinen fein-geschlitzten rot-braunen Blättern den Asia-Salaten Farbe. Lieferbar: Herbst bis Frühjahr.

5 Tipps zu Lagerung und Verkauf

  • Zuckerhut und Treviso sind klassische Wintersalate. Löwenzahn ist theoretisch fast das ganze Jahr lieferbar. Begrenzende Faktoren bei den Asia-Salaten sind ihre kurze Lagerzeit und die geringere Nachfrage in den Sommermonaten.
  • Treviso hält sich, kühl und dunkel gelagert, eine Woche, Zuckerhut – vor Feuchtigkeitsverlust geschützt – etwas länger. Asiasalate überdauern ohne Unterbrechung der Kühlkette maximal zwei Tage im Laden.
  • Asiasalate werden auch als bunter Mix unterschiedlicher, kohlartiger junger Salatblätter angeboten. Sie können unter mildere Salatsorten gemixt, kurz gedünstet oder als Suppeneinlage verwendet werden.
  • Frisch geschnittene Salate halten sich im Kühlregal oder unter Sprühnebel am besten. Werden sie beim Gemüse in NAPF-Kisten präsentiert, wenig anbieten, öfter nachfüllen und die Blätter regelmäßig mit Wasser besprühen.
  • Bitterstoffe regen die Verdauung an. Salate mit bitteren Anklängen harmonieren gut mit Apfel, Orange oder Banane. Sahne- oder Joghurt-Dressing gleicht die bittere Note aus. Wässern entzieht zwar Bitterstoffe, aber auch Vitamine.

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