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Saft

Die Auswahl an Bio-Säften ist groß. Wenn sie übersichtlich und mit System präsentiert werden, steigt der Umsatz. Muttersaft kann auch zu den Nahrungs[-]ergänzungsmitteln wandern.
13.04.2019 vonGudrun Ambros
Die Auswahl an Bio-Säften ist groß. Wenn sie übersichtlich und mit System präsentiert werden, steigt der Umsatz. Muttersaft kann auch zu den Nahrungs[-]ergänzungsmitteln wandern.

Muttersaft, auch Ursaft, ist der Name für ungefilterten Direktsaft, der aus Früchten mit hohem Säuregehalt wie Sanddorn oder Holunder gewonnen wurde. Pur zu intensiv, aber ideal zum Verdünnen oder für Fruchtzubereitungen. 100 Prozent Fruchtgehalt.

Saftschorle enthält Fruchtsaft und/oder Fruchtmark, (Mineral)wasser und Kohlensäure. Bio-Schorlen kommen in der Regel ohne Aromen aus. Fruchtgehalt mindestens 50 Prozent.

Gemüsesaft besteht zu annähernd 100 Prozent aus frischem oder milchsauer vergorenem Gemüse. Übliche Zutaten für Bio sind Zitronensaft, eventuell Salz, Gewürze, Acerola. Auch andere Früchte können dazugemischt werden.

Fruchttrunk, das Bio- Pendant zum Nektar, ist eine Mischung aus Fruchtsaft, -konzentrat oder Fruchtmark mit Wasser, gesüßt mit alternativen Süßungsmitteln. Mindestfruchtanteil 25 bis 50 Prozent.

Fruchtsaftgetränk besteht, je nach Frucht, zu mindestens 6 bis 30 Prozent aus Fruchtanteil. Natürliche Aromen und Zucker runden den Geschmack ab. Der Rest ist Wasser.

Fruchtsaft besteht zu 100 Prozent aus Frucht. Demeter, Bioland und Naturland erlauben nur Direktsaft – die EU-Bioverordnung lässt auch Fruchtsaft aus Fruchtsaftkonzentrat zu.

5 Tipps zu Lagerung und Verkauf

  • Bio-Fruchtsäfte werden sofort nach der Ernte gepresst, in der Regel ohne den Zusatz von Enzymen, die die Saftausbeute erhöhen könnten. Anschließend werden sie pasteurisiert, zurückgekühlt und häufig naturtrüb, also ohne Filterung, abgefüllt.
  • Nicht jede Obstsorte eignet sich für Fruchtsaft pur – manche Säfte wären zu sauer oder zu dickflüssig. Sie landen in Saftmischungen oder werden zu Fruchttrunk verarbeitet. Beispiele: Banane, Mango, Johannisbeere, Sauerkirsche, Quitte.
  • Fruchtsaftkonzentrat wurden nach dem Pressen Wasser und Aromen entzogen und nach dem Transport wieder zugefügt. Das ist (energie)aufwändig, spart aber Transportenergie.
  • Saft aus Streuobst hat meist den Vorteil der Regionalität und unterstützt den Erhalt alter Obstsorten. Die Bäume werden in der Regel nicht gespritzt, aber der Begriff Streuobst ist nicht geschützt. Sicherheit bietet auch hier das Bio-Siegel.
  • Dicksäfte werden durch Konzentration von Trauben-, Apfel- oder Birnensaft gewonnen. Verdünnt aromatisieren sie auch Getränke, zählen jedoch zu den Süßungsmitteln.

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