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Birnen

Sie sind süß, mild und schmecken auch säureempfindlichen Gaumen: In Deutschland gibt es über hundert Sorten; im Handel finden sich meist nur die bekanntesten.
14.07.2019 vonGudrun Ambros
Sie sind süß, mild und schmecken auch säureempfindlichen Gaumen: In Deutschland gibt es über hundert Sorten; im Handel finden sich meist nur die bekanntesten.

Abate Fetel: groß und länglich, mit vielen hellbraunen Punkten. Ihr weißes grobzelliges Fruchtfleisch ist saftig und wohlschmeckend. Die Winterbirne, genussreif ab Oktober, lässt sich viele Wochen lagern.

Williams Christ: gelb-weißes, schmelzendes und sehr saftiges Fruchtfleisch, schmeckt süß und aromatisch. Sie wird ab Mitte August geerntet und ist nur kurze Zeit lagerfähig

Conference: länglich, mit rauer Schale und braunen Punkten. Im Geschmack feinwürzig und süß, genussreif im September/Oktober. Die Herbstbirne lässt sich nur zwei Wochen lagern.

Gute Luise: weißes, zartschmelzendes, süßes Fruchtfleisch mit fein-säuerlicher Note, gehört zu den traditionsreichen Sorten. Die Herbstbirne, genussreif ab Mitte September, hält gut gelagert bis zu vier Wochen.

Alexander Lucas: genussreif ab Oktober, zählt zu den Winterbirnen, die sich viele Wochen lagern lassen. Unter der glatten Schale steckt hellgelbes, butterweiches, saftig-süßes Fruchtfleisch.

5 Tipps zu Lagerung und Verkauf

  • Birnen aus Deutschland sind von Ende August bis Anfang Oktober im Handel. Importe aus den Niederlanden, Belgien und Südeuropa ergänzen das Angebot zwischen September und März; die Lücke im Frühsommer füllt hauptsächlich Argentinien.
  • Weil sie schnell weich werden, müssen Birnen frühzeitig gepflückt werden. Sie geben Ethylen ab und sind stark geruchsempfindlich. Auf Stöße reagieren sie mit Druckschäden. Reife Birnen – gelb, saftig, weich - sollten sofort abverkauft werden.
  • Die Lagerdauer variiert stark, je nach Sorte: zwischen zwei Wochen und fünf Monaten. Empfohlen werden Lagertemperaturen zwischen -1 und 1 Grad Celsius bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 90 bis 95 Prozent.
  • Mit alten Sorten aus der Region, die Namen wie Stuttgarter Geißhirtle oder Baronin von Mello tragen, kann man sich von konventionellen Mitbewerbern abheben. Ein Schild mit Hinweis auf den Produzenten aus der Nachbarschaft sollte nicht fehlen.
  • Birnen stellen viele Ansprüche an ihren Standort und sind anfällig. Einschlägige Untersuchungen von Tafelbirnen weisen daher regelmäßig hohe Pestizid-Rückstände nach. Ein Grund mehr, der für Bio-Birnen spricht.

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