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Teure Verkostung?

Wer seinen Kunden einen Wein oder Saft in einer stillen Verkostung anbietet, wird sicherlich nicht den 20-Euro-Rotwein oder den 5-Euro-Spezialitäten-Saft nehmen. Oder?
06.10.2019 vonBernd Schüßler
Wer seinen Kunden einen Wein oder Saft in einer stillen Verkostung anbietet, wird sicherlich nicht den 20-Euro-Rotwein oder den 5-Euro-Spezialitäten-Saft nehmen. Oder?

Ich kenne einen Laden, der aber genau dies macht. Und zwar mit gutem Erfolg. Denn dadurch werden die Produkte deutlich häufiger gekauft. Die Ausgaben dafür sind also meist gut angelegtes Geld. Und wer weiß, vielleicht sponsert auch mal ein Hersteller einen Wein oder einen Saft für die Verkostung, wenn man danach fragt.

Hier greift das Reziprozitätsprinzip: Wer als Kunde Großzügigkeit im Laden erfährt, zum Beispiel durch den teuren Saft, den man einfach so probieren kann, ist tendenziell weniger preissensibel und möchte dem Laden etwas zurückgeben für das Geschenk. Klar, das gilt nicht für jeden Kunden. Und es klappt nach meiner Erfahrung auch nur dann, wenn der Inhaber oder die Inhaberin selbst auch vom Typ eher großzügig ist. Wenn Ihnen jeder Schluck vom teuren Saft oder Wein wehtut, wird’s nicht funktionieren.

Doch gerade bei stillen Weinverkostungen sollte Personal ein Auge darauf haben – die Flasche soll ja nicht vom 12-jährigen Sohn des Stammkunden geleert werden.

Beste Grüße aus Freiburg und eine schöne Woche

Bernd Schüßler

Bernd Schüßler

Nachhaltige Unternehmenskommunikation
Marketingagentur und Unternehmensberatung


Neumattenstraße 12
79102 Freiburg

Tel.: (0761) 20899838
www.berndschuessler.de

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