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Interview

Wolfgang Falkner: „Dranbleiben und weitermachen“

Warum dem Veranstalter des NaturkosmetikCamps in diesem Jahr ein Stein vom Herzen gefallen ist und welche Herausforderungen er auf die Naturkosmetik-Branche zukommen sieht.

28.09.2021 vonSusanne Gschwind

Wolfgang Falkner hat bereits sieben Mal das NaturkosmetikCamp veranstaltet.

Warum dem Veranstalter des NaturkosmetikCamps in diesem Jahr ein Stein vom Herzen gefallen ist und welche Herausforderungen er auf die Naturkosmetik-Branche zukommen sieht.

Zwei Tage NaturkosmetikCamp liegen hinter uns. Mit insgesamt 14 Sessions und einem großen Workshop wieder eine geballte Ladung an Informationen, Diskussionen und Austausch. Keine leichte Übung, aber wagen wir es trotzdem: Was ist dein Fazit des diesjährigen Camps?

Erstmal bin ich erleichtert und es fällt mir ein großer Stein vom Herzen, dass wir das NaturkosmetikCamp nach dieser langen Zeit der Planung endlich wieder in Präsenz durchführen konnten. Letztes Jahr mussten wir uns ja coronabedingt noch online treffen.

Mein Fazit – fachlich kann man sich sicher auch online austauschen, aber es fehlt so vieles und eine echte Begegnung mit allen Sinnen, gemeinsam an einem wunderbaren Ort und ganz viel Spontanität, ist nicht digital nachbildbar. Mir haben auch die Sessions sehr gut gefallen und man hat richtig gemerkt, alle haben schon so lange darauf gewartet, sich endlich wieder mit Händen und Füßen einbringen zu können.

Das Camp fand dieses Jahr zum siebten Mal statt. Wenn du es mit den Veranstaltungen der Vorjahre vergleichst: Was war für dich das Besondere? Was hat dich besonders überrascht?

Unser erstes NaturkosmetikCamp fand ja bereits im Hotel Panorama Royal in Bad Häring statt und nun hatte man das Gefühl, dass wir wieder angekommen sind. Durch 3G und mit einer maximalen Teilnehmerzahl von 100 konnten wir entsprechend der Sicherheitsbestimmungen und auch mit gutem Gewissen einen Event ohne Masken indoor abhalten. Natürlich ist man da aufgeregt und nervös. Aber letztendlich hat alles wunderbar geklappt und alle sind so respektvoll miteinander umgegangen. Ich habe so viele lachende und gut gelaunte Menschen gesehen, wie schon lange nicht mehr.

Zum Abschluss ein Blick in die Zukunft: Wo liegen deiner Einschätzung nach die Haupt-Herausforderungen der Naturkosmetik-Branche? Wie und wo siehst du ihre Zukunft?

Das ist eine sehr gute Frage. Aber ich denke, das ist ganz gut im gemeinsamen Workshop rübergekommen. Hier war sehr gut erkennbar, dass die Naturkosmetik ganz starke Wurzeln hat und einen tollen USP. Man erkennt klar, dass man der Pionier ist, in vielen Bereichen – von den Inhaltsstoffen bis zur Verpackung.

Auch gibt es viele Visionen – die oft aber nicht ganz so klar sind. Interessant zu sehen war, wie schwer sich die Naturkosmetik mit der konventionellen Kosmetik tut. Hier fühlt man sich ungerecht behandelt, teilweise sogar ohnmächtig gegenüber dieser Marktmacht.

Ich denke, hier braucht es ein neues Selbstbewusstsein, gepaart mit etwas mehr Leichtigkeit. Die Naturkosmetik ist auf der richtigen Seite und für die konventionelle wird es immer schwieriger, auch wenn sie das natürlich niemals zugeben würde. Aktuell reagiert sie halt mit Greenwashing.

Das heißt, wir müssen ganz einfach dran bleiben und weitermachen – und uns noch mehr vernetzen und gegenseitig unterstützen. Es ist schön, wenn wir dabei behilflich sein können.

Und, last but not least: Wird es im kommenden Jahr wieder ein NaturkosmetikCamp geben? Und gibt es schon Ideen, zu welchem Thema und wo?

Jetzt gönnen wir uns nach dieser Zeit erstmal eine kleine Verschnauf- und Nachdenkpause. Das NaturkosmetikCamp hat riesigen Spaß gemacht und die Teilnehmer:innen schätzen diese Veranstaltung sehr. Das heißt, wir werden natürlich auch weitermachen! Wann genau, werden wir wohl Anfang des kommenden Jahres auf unserer Website www.naturkosmetikcamp.com verraten. Und ein gutes Motto fällt uns da sicher auch wieder ein.

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Beim NaturkosmetikCamp 2021 diskutierten Fachleute unter anderem über die Frage, was Naturkosmetik überhaupt ist. Oder warum viele Kunden zwar ihre Lebensmittel im Bio-Fachhandel kaufen – nicht aber ihre Kosmetik.

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