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Vegan-Vollsortimenter

Veganz schließt Eigenkapitalrunde mit neuen Investoren

Der Spezialist für pflanzliche Lebensmittel hat frisches Kapital eingesammelt und startet den Bau der größten veganen Produktionsstätte in Europa. Demnächst steht der Börsengang an.

12.08.2021 vonRedaktion

Vegane Gouda-Alternative von Veganz. Der Lebensmittelhersteller betreibt eine eigene Käsemanufaktur in Berlin.

Der Spezialist für pflanzliche Lebensmittel hat frisches Kapital eingesammelt und startet den Bau der größten veganen Produktionsstätte in Europa. Demnächst steht der Börsengang an.

Bei Veganz ändert sich der Investorenkreis. In einer Eigenkapitalrunde konnte die Veganz Group AG „namhafte Investoren an Bord holen“, heißt es in einer Medienmitteilung.

Neue Lead-Investoren sind demnach die Fondsgesellschaft Paladin One und als Privatperson deren Geschäftsführer und Sprecher des Vorstands Marcel Maschmeyer, Sohn von Unternehmer Carsten Maschmeyer. Zudem beteiligen sich die Develey Holding und Michael Durach, Chef des Feinkostanbieters Develey, als Privatinvestor. Durach sitzt seit 24. Juni auch im Aufsichtsrat der Veganz Group AG. Im Rahmen der zweiten Tranche hat Veganz die Gesellschaft Brandenburg Kapital als weiteren Investor in der vorbörslichen Privatplatzierung gewonnen. Damit schließt der Vegan-Vollsortimenter die Eigenkapitalrunde von 11 Millionen Euro ab.

Die Edeka-Gruppe scheidet laut einem Bericht der Lebensmittelzeitung als bisher viertgrößter und stiller Gesellschafter aus. Der Händler habe sein Paket in Höhe von 11,71 Prozent an die Veganz Group AG abgegeben. Edeka selbst äußerte sich zu dem Rückzug, der sich schon länger angedeutet haben soll, nicht. Edeka gehört zu den bisher größten Handels-Kunden von Veganz.

Börsengang und neue Produktionsstätte

Der Vegan-Spezialist hat laut eigenen Angaben von Jahresbeginn bis Ende Juli seinen Kundenumsatz um 22 Prozent gesteigert. Dabei sei der Umsatz gerade im Bereich der veganen Käsealternativen in der ersten Jahreshälfte um mehr als 275 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gewachsen. In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres sind die Erlöse um elf Prozent gestiegen. Um sich eine weitere Finanzierungsoption zu eröffnen, plant die Veganz Group AG innerhalb der nächsten zwölf Monate an die Börse zu gehen.

Um das Wachstum zu sichern, baut Veganz in Berlin eine zweite Produktionsstätte namens „Veganz Food Factory“ im brandenburgischen Werder an der Havel. Auf über 9.000 Quadratmeter soll dort laut Unternehmensangaben „die größte Produktion Europas für rein pflanzliche Produkte“ wie beispielsweise vegane Alternativen zu klassischen Molkerei-, Fleisch- und Fischprodukten entstehen. Im vergangenen September nahm Veganz seine erste eigene Käse-Manufaktur in Berlin in Betrieb. (kam, dan)


Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 12.08.2021 aktualisiert.

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