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Unverpackt-Läden

Keine Lieferengpässe in Sicht

Weil die gleichen strengen hygienischen Auflagen gelten wie für den klassischen Lebensmitteleinzelhandel, kann nach Angaben des Unverpackt-Verbandes trotz Corona ohne Bedenken weiter unverpackt eingekauft werden. Lieferengpässe seien nicht in Sicht.

30.03.2020 vonRedaktion

Während in Drogerie- und Supermärkten grundlegende Lebensmittel wie Nudeln, Mehl oder Haferflocken oftmals ausverkauft sind, könnten Unverpackt-Läden dank ausgesuchter Zulieferer in der Regel noch ihr vollständiges Sortiment anbieten: Von Toilettenpapier über Trockenhefe bis hin zu Seifen finde der Kunde alles, was er in den Supermärkten oftmals vergeblich suche, wenn er diese Dinge zur falschen Tageszeit besorgen muss.

Hygienesicherheit ist gegeben

Auch im Unverpackt-Verband würden alle neuen hygienischen Schutzmaßnahmen umgesetzt, die während der Corona-Krise erforderlich seien. Daher gelten die gleichen Regeln wie aktuell in allen Lebensmittelgeschäften: Abstandsregeln zwischen Kunden und Mitarbeitern, beschränkter Kundenzugang, häufige Desinfizierung von Flächen und Händen und vieles mehr. Nach wie vor könnten Kunden also bedenkenlos im Unverpackt-Laden um die Ecke einkaufen. Damit der Einkauf für alle Seiten bestmöglich ablaufe, seien die Läden darauf angewiesen, dass ihre Kunden Verständnis dafür aufbringen, dass es vor dem Laden auch mal zu Wartezeiten kommen kann und dass manche Abläufe ein bisschen länger als sonst üblich dauern können.

Müllvermeidung und Klimakrise nicht aus den Augen verlieren

Gregor Witt, Vorsitzender des Berufsverbandes der Unverpackt-Läden, habe bisher in den meisten Geschäften keinen Kundenrückgang festgestellt, was Hoffnung mache: „Viele Unverpackt-Läden verzeichnen sogar einen Zuwachs an Neukunden. Wir hoffen natürlich, dass diese dann auch nach der Krise weiter unverpackt einkaufen. Denn trotz Corona sollte das Thema Müllvermeidung und Klimakrise nicht aus den Augen verloren werden.“

Weiter freut sich Witt darüber, dass diese Krise mit ihren einschneidenden Ausnahmezuständen positiv aufzeigt, dass durch das enge Zusammenwirken von Politik, Medien und Zivilgesellschaft Althergebrachtes rasch hinterfragt und umgewälzt werden könne. Denn die vergangenen Wochen verdeutlichten, dass schnelle Entscheidungen angesichts von Bedrohungen möglich seien. „Ich habe die Hoffnung, dass diese politische und gesellschaftliche Flexibilität nach der Corona-Krise vielleicht auf den Paradigmenwechsel zu einem neuen nachhaltigeren Wirtschaften hilft.“, so Witt.

Über den Unverpackt e.V. - Verband der Unverpackt-Läden

Der Unverpackt e.V. – Verband der Unverpackt-Läden ist der Berufsverband der Unverpackt-Läden in Deutschland und der deutschsprachigen EU und wurde am 21. April 2018 in Nürnberg gegründet. Zweck des Vereins ist u.a. die Förderung der Interessen seiner Mitglieder und eines fairen und gemeinwohlorientierten Wirtschaftens. Der Unverpackt e.V. stärkt die Zero Waste-Philosophie und das Bewusstsein für Umweltprobleme sowie müllvermeidende Wege des Konsumierens und Wirtschaftens. Er verfolgt seine Ziele insbesondere durch den Ausdruck der gemeinsamen Positionen und Interessen seiner Mitglieder gegenüber Politik, Wirtschaft und Gesellschaft durch Öffentlichkeitsarbeit sowie Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedern.

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