Biohandel

Wissen. Was die Bio-Branche bewegt

2. Juli 2024

Buchpräsentation: „Die biodynamische Bewegung und Demeter in der NS-Zeit“

Die Stiftung Topographie des Terrors lädt gemeinsam mit dem Demeter-Bundesverband und dem Metropol Verlag zu einer Buchpräsentation ein. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 2. Juli 2024, um 19 Uhr im Auditorium der Stiftung in Berlin statt. Der Eintritt ist frei.

Das Autoren-Trio Jens Ebert (Historiker und Germanist), Susanne zur Nieden (Historikerin und Literaturwissenschaftlerin) und Meggi Pieschel (Landschaftsplanerin und Autorin) stellt seine Studie „Die biodynamische Bewegung und Demeter in der NS-Zeit – Akteure, Verbindungen, Haltungen“ vor. Gegenstand ist die Geschichte der Demeter-Bewegung von den Anfängen bis in die frühe Nachkriegszeit. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach den Verbindungen der biodynamischen Akteure und Akteurinnen zu einzelnen NS-Organisationen sowie den Beweggründen für ihr Verhalten während der Diktatur.

Der Schriftsteller, Reformpädagoge und Begründer der Anthroposophie, Rudolf Steiner, entwickelte vor 100 Jahren die Grundlagen der biodynamischen Wirtschaftsweise. Sie etablierte sich in Deutschland als Demeter-Bewegung und faszinierte viele Zeitgenossen, gab aber auch immer Anlass für heftige Gegnerschaft. Unter der NS-Diktatur konnte die Bewegung in einem widersprüchlichen Prozess zunächst expandieren, bis sie im Sommer 1941 bei einer Gestapo-Aktion aufgelöst wurde. (juk)

Mehr zu den Themen

Kommentare

Registrieren oder anmelden, um zu kommentieren.

Auch interessant: