Biohandel

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Kampagne um pflanzliche Ernährung

So nutzen Bio-Unternehmen den Veganuary

Über 850 deutsche Unternehmen beteiligen sich in diesem Jahr an der weltweiten Kampagne um den veganen Januar. Bio-Hersteller bewerben ihre Neuprodukte – und auch Einzelhändler können vom Veganuary profitieren.

Bereits zum vierten Mal ruft die gemeinnützige Organisation Veganuary Menschen in Deutschland dazu auf, sich im Januar vegan zu ernähren. Weltweit läuft die 31-tägige Kampagne bereits zum elften Mal. Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Yougov nahmen rund neun Prozent der Erwachsenen in Deutschland die Veganuary-Kampagne 2023 zum Anlass, um pflanzliche Ernährung bewusst auszuprobieren.

Gezielte Öffentlichkeitsarbeit und prominente Unterstützung

Um möglichst viele Verbraucherinnen und Verbraucher zu erreichen, setzt die internationale Organisation mit Sitz in Großbritannien vor allem auf gezielte Öffentlichkeitsarbeit via Plakatierungen, Social-Media-Aktionen und Pressemitteilungen. Dafür gewinnt Veganuary jährlich prominente Unterstützung, hierzulande etwa durch Dr. Eckardt von Hirschhausen und Lena Meyer-Landrut. Im Rahmen der diesjährigen Kampagne wird auch das Kundenmagazin „Schrot&Korn“, das wie BioHandel im bio verlag erscheint, im Januar auf schrotundkorn.de zahlreiche Aktionen inklusive Gewinnspiele rund um die Kampagne veranstalten.

„Veganuary-Effekt“ pusht pflanzliche Neuprodukte

Die Anzahl der an der Kampagne beteiligten deutschen Unternehmen hat sich im Vergleich zu den Vorjahren mehr als verdoppelt – 2024 nehmen laut Veganuary zirka 860 Marken, Einzelhändler und Restaurants am Vegan-Monat teil. 2023 und 2022 waren es noch rund 420 Unternehmen. Der Vorteil: Teilnehmende Marken, Hersteller und Betriebe können auf kostenfrei zur Verfügung gestellte Kampagnenvorlagen für Aufsteller, Plakate und Sticker zurückgreifen. Zu den 2024 teilnehmenden Unternehmen gehören neben Einzelhandels- und Gastronomie-Betrieben wie Edeka, Rewe und dem Deutsche Bahn Bistro auch einige Bio-Hersteller.

Kampagne nutzt Herstellern und Einzelhändlern

Wie bereits in den vergangenen Jahren beteiligt sich beispielsweise auch die Bauck GmbH mit dem Launch zweier veganer Neuprodukte erneut an der Veganuary-Kampagne. Passend zum bereits bestehenden Veggie-Sortiment bringt der Hersteller die veganen Mischungen Hafer BBQ Burger und Süßkartoffel-Falafel auf den Markt. „Gerade zum alljährlichen Veganuary zeigen wir, dass leckere vegane Küche in vielen schmackhaften Varianten ganz einfach ist“, erklärt Ralf Hoppe, Direktor Vertrieb und Marketing der Bauck GmbH.

Damit nutzt der Bio-Hersteller den Effekt der Kampagne für pflanzliche Ernährung. „Produkteinführungen im Januar profitieren vom Veganuary-Effekt und lassen sich hervorragend und erfolgreich innerhalb der Kampagne platzieren“, heißt es in der Veganuary-Info-Broschüre für interessierte Unternehmen. Das nutzt nicht nur Herstellern, sondern auch Einzelhändlerinnen und Einzelhändlern, wenn sie vegane (Neu-)Produkte gut erkennbar präsentieren und interessierte Kundschaft umfassend zu pflanzlichen Lebensmitteln und deren Verwendung beraten.

Veganer Monat fürs Personal

Unternehmen haben allerdings auch über Produktangebote, Social-Media-Postings und Einzelhandelsaktionen hinaus eine Möglichkeit, sich an der Kampagne zu beteiligen – und zwar mit der „Veganuary Workplace Challenge“. Bei der Challenge geht es darum, innerhalb einer Corporate-Social-Responsibility-Maßnahme als Unternehmen kollektiv am veganen Start ins Jahr teilzunehmen, etwa durch ein pflanzliches Angebot in der Betriebsverpflegung.

Erstmals nimmt in diesem Jahr auch die Byodo Naturkost GmbH an dieser Initiative teil. Neben dem Angebot eines täglich wechselnden veganen Tagesgerichts im hauseigenen Bioladen bietet das Unternehmen seinen Mitarbeitenden die Möglichkeit, sich über einen „Veganuary Teams Channel“ zu Rezepten und Tipps zur veganen Ernährung auszutauschen.

Zusätzlich wird das erste der vier jährlich von der Firma angebotenen Gesundheitsfrühstücke vegan sein. Um herauszufinden, was der vegane Monat beim Personal bewirkt hat, ist zu Beginn und zum Ende der Challenge eine anonyme Umfrage zu den aktuellen Essgewohnheiten der Mitarbeitenden geplant. „Wir wollen so viele Menschen wie möglich zu einer nachhaltigen Lebensweise inspirieren – angefangen bei unseren Mitarbeitenden“, erklärt Byodo Geschäftsführerin Stephanie Moßbacher.

Weitere Informationen

Interessierte Personen können sich auf der Webseite von Veganuary anmelden und erhalten im Aktionszeitraum täglich einen Newsletter mit Alltagstipps, Hintergrundinfos, News sowie Rezepten und Produktvorstellungen.

Unternehmen können sich unverbindlich durch das Business Toolkit der Kampagne informieren und kostenfreie Grafikvorlagen etwa für Social-Media-Posts downloaden.

Zum Veganuary Business Toolkit

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