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Agrarstatistik

Viel Zucker, wenig Gemüse

Was vielen bis vor kurzem noch eine Selbstverständlichkeit zu sein schien, rückt angesichts der Coronakrise und der Berichte über Hamsterkäufe wieder in den Blickpunkt: die ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln. Doch die hiesige Landwirtschaft produziert mehr schädlichen Zucker als gesundes Gemüse.

Die Lebensmittellieferketten sind intakt und funktionieren weiterhin auch grenzüberschreitend, schreibt die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Die deutsche Landwirtschaft produziere genug, um die Bevölkerung ernähren zu können. Gradmesser dafür sei der Selbstversorgungsgrad.

Aktuelle Zahlen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) zeigen, dass in Deutschland deutlich mehr Fleisch, Milch, Zucker und Kartoffeln erzeugt werden als für den Eigenbedarf benötigt wird. Bei Obst, Gemüse und Honig besteht hingegen Importbedarf.

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Kommentare

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Bis auf die Kartoffeln haben wir gerade davon im Übermaß, was uns nachweislich krank macht: hoher Konsum von tierischen Produkten wie Fleisch, Wurst und Milchprodukte. Getreide liegt zwar noch unterhalb von 100% Selbstversorgung, aber auch das wird in Deutschland im Übermaß verzehrt. Frisches Gemüse und Obst sollte unsere Hauptversorgungsquelle sein, um vital zu bleiben. Gerade davon sind wir nur mit 36 bzw. 22 Prozent eigenversorgt.
Ich fand es schon immer verrückt und widersprüchlich zu sehen, wieviel Fläche für Zuckerrübenanbau bei uns in Unterfranken geopfert wird und gleichzeitig zu wissen, daß das Produkt daraus - ein weißes Isolat namens Fabrikzucker - nachweislich gesundheitsschädlich ist.
Schön, das hier mal so anschaulich zu sehen.
Allerdings produziert der Bauer das, was ihm ein Auskommen verschafft. Wer sind die Akteure in diesem Spiel?
Politiker mit ihren Subventionen, Zuckerindustrie, Handel, Konsument?
Jeder trägt Verantwortung.
Gerade in dieser Zeit der Viruskrise ein Thema. Denn Zucker schädigt das Immunsystem und wurde als Auslöser einer Virusinfektion mit der Folge der Kinderlähmung in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg als Auslöser erkannt.
In jeder Krise steckt die Chance positiver Entwicklungen. Unsere Ernährung ist an allen Zivilisationskrankheiten ursächlich beteiligt. Dies sind die Vorerkrankungen, die das Immunsystem schwächen und dem neuen Virus das Tor zu einem schweren Verlauf öffnen. Wir können also selbst aktiv werden, durch Immunsystemstärkung einen größeren Schutz aufzubauen. Das ist eine bessere Alternative als auf die Virologen zu warten, die uns einen Impfstoff in Aussicht stellen. Karl-Heinz Ursprung

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