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Safthersteller: Perger meldet sich zurück

Der insolvent gegangene Safthersteller Johannes von Perger hat sich zurückgemeldet. Er presst auf seinem Anwesen in Breitbrunn am Ammersee wieder Apfel- und Birnensaft und verkauft ihn unter der alten Marke – aber mit einem neuen Partner.
02.11.2015
Der insolvent gegangene Safthersteller Johannes von Perger hat sich zurückgemeldet. Er presst auf seinem Anwesen in Breitbrunn am Ammersee wieder Apfel- und Birnensaft und verkauft ihn unter der alten Marke – aber mit einem neuen Partner.

Der insolvent gegangene Safthersteller Johannes von Perger hat sich zurückgemeldet. Er presst auf seinem Anwesen in Breitbrunn am Ammersee wieder Apfel- und Birnensaft und verkauft ihn unter der alten Marke – aber mit einem neuen Partner.

Der Münchner Merkur berichtete, dass der Maisinger Wirt Michael Smolka die Marke ‚Perger’ aus der Insolvenzmasse der Genossenschaft erworben hat. Smolka war laut Merkur Mitglied der insolventen Perger-Genossenschaft. Er begründete sein Engagement mit der großen Nachfrage nach Perger-Säften und Limonaden bei seinen Gästen. Dem Wirt gehört auch die Mehrheit der Freiherr von Perger UG (haftungsbeschränkt). Mitgesellschafter ist Jacob von Perger, der jüngere der beiden Söhne von Johannes von Perger. Dieser selbst darf aufgrund seiner Insolvenz kein Firmeneigentum besitzen. Er fungiert als Geschäftsführer der neuen Firma. Bei einer UG reicht ein haftendes Kapital von 500 Euro aus. Sie ist deshalb leichter zu gründen als eine GmbH, für die 25.000 Euro notwendig sind.

Regionale Getränkemärkte im Blick

„Nach den Turbulenzen der vergangenen Jahre will die Familie Perger wieder neu anfangen“, sagte Johannes von Perger der Süddeutschen Zeitung. Man peile das Ziel an, pro Monat 20.000 Flaschen zu verkaufen, vor allem an Gastronomie und Getränkemärkte in der Region. Das Sortiment beschränkt sich laut Webseite derzeit auf Apfel- und Birnensaft aus Streuobst sowie Apfel-Holunder- und Apfel-Kirschsaft in Bio-Qualität. Auch Glühwein bietet Perger über den Winter an.

Erstmals konnte in diesem Jahr wieder Obst bei Perger angeliefert werden, schreibt der Münchner Merkur und zitiert Johannes von Perger: „Obstpresse und Abfüllanlage haben wir auf Vordermann gebracht. Im September haben wir die ersten Flaschen abgefüllt.“ Da die neue Firma keine Plantagen hat, kaufe Perger aber auch Saft von der Ammersee Getränke GmbH hinzu.

Säfte firmieren unter neuem Namen

Dieses Unternehmen hatten Pergers Söhne zusammen mit Thomas-Navin Lal und Timo Friesland, zwei Bekannten der Familie, Ende 2013 gegründet. Inzwischen firmieren deren im Biofachhandel vertretenen Produkte nach einem Markenstreit nicht mehr unter ‚Natürlich Ammersee’ sondern unter „Natürlichsaft“. Die beiden Perger-Söhne haben laut Unternehmensregister ihre Anteile an der Ammersee Getränke GmbH und der dazugehörigen Ammersee-Obst Gesellschaft abgegeben. Letztere hatte die früheren Perger-Plantagen übernommen. Der Merkur schreibt, „Natürlichsaft“ fülle seine Flaschen auch nicht mehr in Breitbrunn (bei Perger) ab.

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