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Neue Corona-Maßnahmen

Nur ein Kunde pro zehn Quadratmeter

Angesichts der gestiegenen Infektionszahlen haben sich Bund und Länder auf verschärfte Maßnahmen in der Coronakrise verständigt. Davon betroffen ist auch der Naturkostfachhandel.

29.10.2020 vonMichael Stahl

Der neue Corona-Lockdown soll zunächst bis Ende November gelten.

Angesichts der gestiegenen Infektionszahlen haben sich Bund und Länder auf verschärfte Maßnahmen in der Coronakrise verständigt. Davon betroffen ist auch der Naturkostfachhandel.

Ab kommenden Montag, 2. November, gelten in ganz Deutschland wieder verschärfte Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Darauf haben sich Bund und Länder am Mittwochabend verständigt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach im Anschluss auf einer Pressekonferenz von einer „nationalen Kraftanstrengung“, die auf Deutschland zukomme. Auslöser war die zuletzt wieder stark gestiegene Zahl der täglichen Neuinfizierten, die zuletzt erstmals über 16.000 lag.

Neben Kontaktverboten – maximal zehn Personen aus zwei Haushalten dürfen sich in der Öffentlichkeit treffen – müssen Restaurants und Bars wieder schließen. Essensbestellungen und –abholungen sind wie beim Lockdown im Frühjahr aber möglich. Auch Sport- und Freizeitaktivitäten sowie private Reisen müssen wieder deutlich zurückgefahren werden. Schulen und Kindertagesstätten sollen unterdessen geöffnet bleiben.

Merkel: Aktuelle Hygienekonzepte greifen nicht mehr

Auch Groß- sowie Einzelhändler und damit auch der Naturkostfachhandel sind von den Maßnahmen betroffen. Zwar können die Läden wie schon im Frühjahr geöffnet bleiben, allerdings mit Einschränkungen: Pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche ist nur ein Kunde gestattet. Zunächst hatte der Bund eine Begrenzung auf einen Kunden pro 25 Quadratmeter vorgeschlagen. Das hätte aber insbesondere die kleineren Läden benachteiligt. Die Beschränkungen gelten zunächst bis Ende November.

Corona-Maßnahmen im Detail

Lesen Sie hier die Beschlussfassung von Bund und Ländern zur Bekämpfung der zweiten Coronavirus-Welle.

Zur Beschlussfassung

Am Donnerstagmorgen gab Merkel im Bundestag eine Regierungserklärung zur Coronakrise ab, bei der sie die zusätzlichen Maßnahmen erläuterte. Ihr zufolge könnten „im gegenwärtigen exponentiellen Infektionsgeschehen" die aktuellen Hygienekonzepte ihre Kraft nicht mehr entfalten. „Wir können 75 Prozent der Infektionen nicht mehr zuordnen, wo sie geschehen sind. Und aus diesem Zustand müssen wir schnellstmöglich wieder heraus", sagte Merkel.

Während ihrer Erklärung wurde die Kanzlerin wiederholt von der AfD unterbrochen. Deren Mitglieder kritisierten in Zwischenrufen die neuen Maßnahmen und dass diese ohne die Beteiligung des Bundestags und der Landesparlamente entschieden wurden.

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