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Camp in Zeiten von Corona

Naturkosmetik geht gestärkt aus der Krise hervor

Mit Herausforderungen durch Corona, aktuellen Trends und dem Brückenschlag zwischen digitaler und analoger Welt beschäftigten sich die Teilnehmer des diesjährigen NaturkosmetikCamps, das zum ersten Mal online stattfand.

04.07.2020 vonSusanne Gschwind

Mit Herausforderungen durch Corona, aktuellen Trends und dem Brückenschlag zwischen digitaler und analoger Welt beschäftigten sich die Teilnehmer des diesjährigen NaturkosmetikCamps, das zum ersten Mal online stattfand.

"Hallo Zukunft! Naturkosmetik im Hotel und Handel“ unter diesem Motto fand Mitte Juni das 6. NaturkosmetikCamp statt – coronabedingt dieses Mal als Videokonferenz. 70 Interessierte, darunter Naturkosmetik-Hersteller, Vertreter des Handels, der Hotellerie sowie von Kosmetikinstituten, nahmen daran teil. „Die persönliche Begegnung fehlte. Dennoch, die Stimmung war sehr gut und auch der fachliche Austausch auf einem sehr hohen Niveau“, so das Fazit von Veranstalter Wolfgang Falkner.

Megatrends als Chance für Naturkosmetik

Den Auftakt der Veranstaltung machte eine virtuelle Podiumsdiskussion zum Thema „Die Zukunft des Handels“. Einig waren sich die Diskussionsteilnehmer Nele Ziehm (Weiling), Roland Fink (Ecco Verde) und Christiane Wegger (Bio am Platz) darüber, dass die Corona-Krise die Branche vor große Herausforderungen gestellt hat, die Zeit aber gut genutzt wurde.

Weiter ging es dann mit den für das NaturkosmetikCamp typischen parallelen Sessions. So stellte etwa Mirja Eckert (The New) Megatrends vor und zeigte, wie viele eine Chance für die Naturkosmetik darstellen – z.B. Gesundheit, Neo-Ökologie oder Individualisierung. In seiner Session brach Stephan Becker (benecos, GRN) eine Lanze für den Fachhandel.

Gerade den Bioläden sei oft das große wirtschaftliche Potential eines guten Naturkosmetik-Sortiments nicht bewusst. Wichtig sei aber, dass das Personal gut berate, der POS attraktiv sei und digitale Möglichkeiten genutzt würden. Weitere Sessions behandelten die Themen Kontaminationen von Rohstoffen und Naturkosmetika, (nachhaltige) Verpackung und den Brückenschlag zwischen analoger und digitaler Welt. Rege diskutiert wurde, wie man den steigenden Online-Aufwand bewältigen kann. Klar wurde hier, wie wichtig es ist, dass es dafür verantwortliche Mitarbeiter gibt.

Mit Menschlichkeit durch die Krise

Den Abschluss des fachlichen Austauschs bildete die Podiumsdiskussion zum Thema „Naturkosmetikgemeinschaft und Solidarität – nicht nur in Zeiten von Corona“. Stephan Becker (benecos, GRN), Franziska Breisinger (AOT), Larissa Beck (peclavus), Carolin Haverkamp (KHK) und Elke Hockauf (Authentic Eco) erzählten offen, teils auch emotional von den Herausforderungen der letzten Monate und wie diese gemeistert wurden. Immer wieder wurde betont, dass gerade mit Menschlichkeit der Krise getrotzt wurde.

Sei es mit Lieferanten und Partnern, wo Verträge an die jeweilige Situation angepasst werden konnten, Vertriebswege optimiert wurden oder auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter viel Solidarität zeigten, zusammenarbeiteten und trotz der schwierigen Zeit Kreativität bewiesen. Ein Fazit der Teilnehmer: Die Naturkosmetik geht gestärkt aus der Krise hervor.

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